Pressestimmen

Festakt 175 Jahre Gesangverein "Frohsinn" Wyhlen

Gemeinsame Wurzeln verbinden

Die Oberbadische, Manfred Herbertz,  19.05.2019


Ein imposantes Bild zum Jubiläum des 175-jährigen Bestehens: Musikverein Wyhlen 1844 und Gesangverein Frohsinn, heute mit dem Männerchor Grenzach in einer Singgemeinschaft verbunden, standen zusammen mit den Frauenchor Grenzach-Wyhlen auf einer Bühne.    Foto: Manfred Herbertz

Seit 175 Jahren machen die einen Musik und die anderen singen. Doch nicht nur das Gründungsjahr verbindet diese beiden Wyhlener Vereine: Sie sind im Jahre 1844 unter dem Namen „Gesang- und Musikverein“ als ein Verein aus der Taufe gehoben worden. Und da sie gemeinsame Wurzeln haben, feiern sie auch gemeinsam das Jubiläumsfest. Die Rede ist vom Musikverein Wyhlen 1844 und dem Gesangverein Frohsinn Wyhlen 1844.

„Musik soll Freude machen“: Mit diesen Worten begrüßte Eberhard Oberfell, Co-Vorsitzender des Gesangvereins Frohsinn, zusammen mit der MVW-Vorsitzenden Sabine Gampp am Samstagabend in der Hochrheinhalle die Gäste, unter denen Vertreter aus Politik und Wirtschaft waren. Beim Jubiläumsfest standen neben den Ansprachen und Glückwunschadressen Musik und Gesang mit hochklassigen Darbietungen im Mittelpunkt.

1844 als ein Verein gegründet, trennten sich die Wege im Jahr 1864, um fortan als eigenständige Vereine zu wirken. Dennoch feiert man Jubiläen zusammen und zeigt, dass man die gemeinsamen Wurzeln nicht vergessen hat.

Der Gesangverein Frohsinn Wyhlen ist inzwischen mit dem Männerchor Grenzach eine Singgemeinschaft eingegangen, zu der auch Sänger aus Inzlingen gestoßen sind, sodass heute eine stattliche Zahl an Sängern auf der Bühne steht, die von Katharina Haag dirigiert werden.

Stattliches Orchester

Der Musikverein mit seinen 40 Aktiven stellt unter Leitung von Edgar Kaiser auch ein stattliches Orchester. Es bot sich dann auch optisch ein imposantes Bild, das nochmals übertroffen wurde, als die Sängerinnen des Frauenchors Grenzach-Wyhlen mit auf die Bühne traten.

So wurde der „Gefangenenchor“ aus Nabucco zu einem Höhepunkt des Abends, als das kraftvoll vorgetragene Lied schon mit der ersten Zeile „Flieg, Gedanke, getragen von Sehnsucht, lass dich nieder in jenen Gefilden…“ Gänsehaut aufkommen ließ. Nicht minder beeindruckend zum Abschluss eines lebendigen Festaktes erklang die von Schiller getextete und von Beethoven vertonte und inzwischen zur Europahymne erhobene „Ode an die Freude“, bei der sich zeigte, dass Musik zum einem Freude bereitet, und zum anderen Botschaft sein kann.

Säulen bürgerlichen Lebens

Bürgermeister Tobias Benz hat das Amt des Festpräsidenten, wie er sagte, gern übernommen. Er bezeichnete die beiden Vereine als zentrale Säulen des bürgerlichen Lebens in der Gemeinde. „Die Historie ist voll mit beeindruckenden Konzerten“, betonte er. Und es sei schön, dass die Vereine die Traditionen bewahrten. Es werde vieles hinterfragt und man sei bereit, neue Wege zu gehen, aber es würden auch lieb gewonnene Traditionen bewahrt. „Das ist für unser Dorfleben von höchster Bedeutung“, sagte Benz und wies auf die soziale Funktion, welche die Vereine haben, hin: „Generationen sind hier vereint, Menschen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen und beruflichen Hintergründen kommen hier zusammen: „Sie sind eine Keimzelle des gesellschaftlichen Zusammenhalts“, schloss Benz.

Landrätin Marion Dam­mann betonte in ihrer Laudatio, dass Musik- und Gesangvereine eine große Integrationskraft hätten. „Hier kommen Jung und Alt, Frauen und Männer zusammen:.Wir sehe hier ein Modell, wie das Zusammenleben funktionieren könnte über Grenzen hinweg“, sagte Dammann, die beiden Vereinen weiterhin „Freude und Leidenschaft beim Musizieren“ wünschte.

Grußworte überbrachte auch Rudolf Grzybek, Präsident des Obermarkgräfler Chorverbands, Peter Hässler, Präsident des Alemannischen Musikverbandes und ARGE-Vorsitzende Marianne Müller.

 

Festliche Musik zum Jubiläum

Badische Zeitung, Rolf Reißmann  20.05.2019

Gesangverein Frohsinn und Musikverein Wyhlen feiern die gemeinsame Entstehung vor 175 Jahren.

Gesangverein „Frohsinn“ un...fneten gemeinsam den feierlichen Abend | Foto: Rolf Reißmann
Gesangverein „Frohsinn“ und Musikverein eröffneten gemeinsam den feierlichen Abend      Foto: Rolf Reißmann

Als überraschendes Geschenk an die Sän...ne tolle Geburtstagstorte in den Saal. | Foto: Rolf Reißmann
Als überraschendes Geschenk an die Sänger brachten die Musiker eine tolle Geburtstagstorte in den Saal.    Foto: Rolf Reißmann

Den feierlichen Rahmen schufen sie selbst, Sänger und Musiker gestalteten zu Beginn die Hymne "Die Ehre Gottes", geschrieben von Christian Gellert bereits 1757, vertont von Ludwig van Beethoven als Nummer 4 eines Zyklus geistlicher Lieder. Als nächstes spielte der Musikverein das Konzertstück "Fate of he Gods", zu deutsch Schicksal der Götter. Der Gesangverein Frohsinn, auch diesmal gemeinsam auftretend mit den Freunden vom Männerchor Grenzach als Singgemeinschaft, erfreute die Gäste mit "Das Morgenrot" und "Im Abendrot". Hochklassige Musik in bester Interpretation ließen die beiden Vereine gemeinsam erklingen.

Die Festansprache hatte Bürgermeister Tobias Benz übernommen. Für diesen besonderen Anlass erinnerte er an das Gründungsjahr 1844. Der schlesische Weberaufstand erschütterte damals die gerade begonnene Industrialisierung, Heines "Wintermärchen" erschien. Leidenschaft, Verantwortung und Uneigennützigkeit seien sowohl bei der Gründung des Vereins als auch in den 175 Jahren seitdem ständige Begleiter gewesen. "Bis heute sind beide Vereine feste Positionen des kulturellen Lebens in der Gemeinde", beschrieb der Bürgermeister. "Mit Ihrem Repertoire, Ihren Festen und der Jugendarbeit bereichern Sie das gesellschaftliche Leben." Neben den großen Konzerten seien es vor allem die vielen kleinen feierlichen Begleitungen des öffentlichen Lebens im Laufe der Jahre. Bis heute bringen die Vereine Generationen zusammen und gestalten in sich Zusammenhalt.

Landrätin Marion Dammann überbrachte die Grüße aus dem Landkreis. Sie kam auf die Partnerschaften mit anderen Vereinen zu sprechen, diese seien in Zeiten geringer werdenden Nachwuchses immer wichtiger. Solch Bündelung eröffne auch neue Möglichkeiten. Dass sich die Vereine dem veränderten Zeitgeist stellen, zeige sich auch darin, dass seit Jahresbeginn mit Katharina Haag erstmals eine Frau den Männergesangverein dirigiert. Weitere Grußworte sprachen Rudolf Grzybek, Präsident des Obermarkgräfler Chorverbandes, und Peter Hässler, Präsident des Alemannischen Musikverbandes. Marianne Müller überbrachte herzliche Grüße von den anderen nahezu 80 Vereinen in der Gemeinde. Vieles Interessante und Heitere aus der Geschichte beider Vereine verpackte Claus Schneider in seine freundliche Moderation. Da ist zum Beispiel die Fahnengeschichte. Die zwei Jahre nach der Gründung des gemeinsamen Vereins beschaffte Fahne verblieb nach der Teilung bei den Musikern. Einige von ihnen, das soll wohl in den 1880er Jahren gewesen sein, zechten im Wirtshaus etwas zu kräftig, obwohl sie zu wenig Geld bei sich hatten. Der alte Ochsenwirt griff beherzt zur Fahne und behielt sie als Pfand. Davon erfuhren die Sänger, lösten sie mit der Begleichung der Musikerschulden aus und nahmen sie mit nach Hause. Bis heute bewahren die Sänger die alte Fahne.

Bei der Festveranstaltung stellten beide Vereine ihr hohes Können unter Beweis. Sie wagten sich an schwierige und emotional bewegende Werke. Zum abschließenden gemeinsamen Auftritt kam auch noch der Frauenchor Wyhlen mit auf die Bühne. In dieser Dreisamkeit wurden der Gefangenenchor aus der Oper Nabucco und die "Ode an die Freude" Höhepunkte des Abends.

Zwar spielte bei der Musikauswahl die kurz bevorstehende Europawahl sicherlich keine Rolle, doch eine Woche davor setzten Sänger und Musiker damit dennoch ein wichtiges Zeichen.

 


 

Konzert mit Coro Versilia 30.03.2019

Wenn Stimmen eine Brücke schlagen
Die Oberbadische, Manfred Herbertz, 01.04.2019


Beste Werbung für den Chorgesang war das Gemeinschaftskonzert der Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen (Männerchor Grenzach und Frohsinn Wyhlen) mit dem Coro Versilia aus der italienischen Partnerstadt Pietrasanta am Samstagabend im Haus der Begegnung. Foto: Manfred Herbertz

Grenzach-Wyhlen - Singen verbindet über Grenzen hinweg. So erklang stimmgewaltig am Ende eines wunderbaren Chorkonzertes „La Montanara“, gemeinsam gesungen vom Coro Versilia und der Singgemeinsaft Grenzach-Wyhlen. Das weltbekannte Lied der Berge wurde kraftvoll intoniert von mehr als 50 Sängerinnen und Sängern. Für diese Darbietung spendete das Publikum tosenden Applaus.

Vor 35 Jahren waren die Angehörigen des Bergchores aus Capezzano Monte, einem kleinen Bergdörfchen auf den Hügeln oberhalb der italienischen Partnerstadt Pietrasanta, zum ersten Mal nach Grenzach gereist. Noch vor der offiziellen Verschwisterung im Jahre 1990. Seither verbindet eine intensive Freundschaft die Chöre beider Kommunen, die sich in gegenseitigen Besuchen niederschlägt. Siebenmal bereits waren Sänger der Doppelgemeinde in der italienischen Partnerstadt, und mit dem Konzert am Samstag im nicht ganz voll besetzten Festsaal im Haus der Begegnung zogen die Freunde vom Coro Versilia gleich.

Herzliche Grußworte gab es von Bürgermeister Tobias Benz, der in seiner kurzen Ansprache betonte, dass von dieser Begegnung ein Signal für ein Europa der Menschen ausgehe. Unter den Gästen waren auch die früheren Bürgermeister Hansjoachim Könsler, in dessen Amtszeit die Verschwisterung fiel, und Jörg Lutz, heute Oberbürgermeister in Lörrach.

Den Liederreigen, in vier Blöcke gegliedert, eröffnete die Singgemeinschaft, der Zusammenschluss des Gesangverein Frohsinn Wyhlen und des Männerchor Grenzach mit „Musik erfüllt die Welt“, bevor Männerchor-Präsident Fritz Gerbel die Gäste begrüßte. Es folgte ein weiterer Block klassischer Weisen von der Singgemeinschaft, die unter ihrer neuen Dirigentin Katharina Haag sich stimmsicher und gut disponiert zeigte. Dem „Frühlingsgruß“ von Robert Schumann folgte unter anderem das bekannte „Schifferlied“ („Es löscht das Meer die Sonne aus“) von Friedrich Silcher.

Der Coro Versilia unter der feinfühligen Leitung von Lino Viviani demonstrierte im zweiten Block seine großartige Vielfalt. Von piano bis fortissimo, die Sängerinnen und Sänger beeindruckten mit einer ausgewogenen Leistung. Mit „Intorno a la cuna“ von Bepi De Marzia, einem melancholischen Lied mit leisen Tönen, begannen die italienischen Freunde ihren Vortrag, der zu einer mitreißenden Werbung für den Chorgesang wurde. In „La Casa“ glaubte man fast, das Echo der Berge zu hören, mit viel Leichtigkeit wurde dieses Lied vorgetragen.

Auch die Singgemeinschaft wusste im dritten Block mit Weinliedern zu gefallen. Mit dem Bob-Dylan-Song „Die Antwort weiß nur allein der Wind“ schlug sie den Bogen in die Moderne, bevor der Coro Versilia noch einmal alle Register italienischer Sangeskunst zog. Als Zugabe gab zur Überraschung der Gäste von den Italienern den bekannten Dauerbrenner „Bajazzo“ – und zwar auf Deutsch: „Warum bist du gekommen, wenn du gleich wieder gehst...“

Es war ein vielseitiges, unterhaltsames Konzert, das geprägt war von zwei unterschiedlichen Kulturen. Die große Sängerschar schaffte es, einen wunderbaren Bogen zu spannen über das, was Gesang in seiner ganzen Vielfalt ausmacht und das in das gemeinsame „La Montana“ mündete. Da capo!

 

Lied der Berge verleiht der Freundschaft viel Klang
Badische Zeitung, Von Roswitha Frey, Mo, 01. April 2019

Singgemeinschaft und Coro Versilia geben gemeinsames Konzert.


Musik verbindet: Der Coro Versilia aus Pietrasanta sang zusammen mit der Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen im Haus der Begegnung das italienische Lied „La Montanara“ Foto: Roswitha Frey


Die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen trug unter Leitung ihrer neuen Dirigentin Katharina Haag klassische Männerchorliteratur und Weinlieder vor. Foto: Roswitha Frey

GRENZACH-WYHLEN. Musik verbindet. Das zeigte sich beim Gemeinschaftskonzert der Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen und des Coro Versilia aus der Partnerstadt Pietrasanta im Haus der Begegnung. Die Sänger aus der Doppelgemeinde sind freundschaftlich verbunden mit dem bekannten toskanischen Chor, der zu seinem 45-jährigen Bestehen Gast war und mit ursprünglichen Liedern aus den Bergen beeindruckte.

Die Gastgeber und die Gäste bestritten jeweils eigene Programmblöcke, die in das gemeinsam gesungene italienische Lied "La Montanara" mündeten. Die Singgemeinschaft, in der sich der Männerchor Grenzach 1840 und der Gesangverein Frohsinn Wyhlen 1844 zusammengetan haben, eröffnete unter ihrer neuen Dirigentin Katharina Haag mit "Musik erfüllt die Welt" den Abend. Mit Schumanns "Frühlingsgruß" und Silchers "Schifferlied" ging es mit Gesängen der Romantik und klassischer Männerchorliteratur in wohlklingendem Stil weiter.

Der Coro Versilia unter Leitung von Lino Viviani hatte aus seiner Heimat überlieferte Gesänge mitgebracht, die Geschichten aus den Bergen erzählen. Kraftvoll und ausdrucksstark klangen die Stimmen der Sängerinnen und Sänger. Der authentische, ganz eigene Gesangsstil vermittelt viel vom früheren Leben in den toskanischen Dörfern. Im Lied "Auf den Carpazi-Bergen" geht es um die Tragik junger Männer, die 1917 in die Schützengräben ziehen mussten. Wehmütig und melancholisch klang das Lied "La Casa" über einen Bergsteiger, der sich verlassen fühlt. Intensität und Emotionalität entfaltete der Chor in dem Lied "Kumbaya".

Den zweiten Teil leitete die Singgemeinschaft mit dem schwungvollen "Mala moja" ein. Mit Elan und gut tragenden Stimmen, sehr textverständlich und harmonisch im Chorklang trugen die Sänger beschwingte Loblieder auf den Wein vor, etwa "Im Weinparadies" oder "Aus der Traube in die Tonne". Wie sorgfältig die Sängergemeinschaft unter ihrer neuen Chorleiterin die Stücke einstudiert hat, hörte man in dem eindrucksvoll und stimmkräftig gesungenen Folk-Song "Die Antwort weiß ganz allein der Wind" von Bob Dylan, dessen nachdenkliche Botschaft im Ohr blieb.

Starken Eindruck machte der Bergchor aus dem Dörfchen Capezzano Monte mit dem Lied "Emigranti". Es erzählt vom Schicksal, Ängsten, Sorgen und Hoffnungen vieler Italiener, die im letzten Jahrhundert nach Amerika auswanderten. Sehr eindringlich klang das traditionelle Alpenlied "La Pastora" über einen Wolf und eine Hirtin in der rauen Bergwelt, in der die archaische Natur herrscht.

Wie faszinierend ausdrucksvoll und bewegend im dynamischen Spektrum der Gesang des toskanischen Chors klingt, hörte man in "Sul Pajon" über Soldaten, die ins Dorf kommen, und der märchenhaften Weise "Maranina" über eine Dorfschönheit, die einen Hirten liebt. Als Überraschung und herzliche Geste sang der Coro Versilia sogar ein Lied auf Deutsch, was für riesige Begeisterung und stehende Ovationen im vollen Saal sorgte. Zum Schluss fanden sich die Singgemeinschaft und der italienische Chor in "La Montanara" von Toni Ortelli zusammen: ein in prächtiger Stimmfülle gesungenes Lied der Berge.

Präsident Fritz Gerbel hob die langjährige enge Verbundenheit der Chöre hervor und überreichte dem Coro Versilia "Grenzacher Roten", Bürgermeister Tobias Benz rühmte die lebendige Partnerschaft und Alt-Bürgermeister Hans-Joachim Könsler erinnerte sich gerne an Treffen in Pietrasanta: ein schönes Doppelkonzert im Zeichen der Freundschaft.

Singen Altersheim Himmelspforte 27.12.2018

Sie kommen garantiert wieder

Die Oberbadische, Manfred Herbertz, 29.12.2018

Die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen unter Leitung von Sieghard Schäfer unterhielt die Bewohner des Seniorenheims Himmelspforte.           Foto: Manfred Herbertz

Grenzach-Wyhlen  - Es ist eine schöne und schon lange geübte Tradition, dass die Sänger der Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen den Betagten in der Himmelspforte in der Weihnachtszeit ihre Aufwartung machen und mit stimmungsvollen Weisen eine schöne Abwechslung in den Tagesablauf bringen.

Als Neujahrssingen angekündigt, fand das Konzert am Donnerstagabend statt. Inzwischen ist es schon gute Praxis, dass die Sänger von „Frohsinn“ Wyhlen und Männerchor Grenzach gemeinsam auftreten, haben sie doch 2014 eine Singgemeinschaft gegründet.

Schöne Tradition

Im weihnachtlich geschmückten Speisesaal freuten sich die Heimbewohner wie immer auf den Auftritt des Chores. Man freue sich sehr, meinte Melanie Grauli vom Seniorenheim Himmelspforte, dass die Sänger immer zum Weihnachtssingen kommen. Es sei eine schöne Tradition, die es zu bewahren gelte, sagte sie. Es sei nicht selbstverständlich, dass sich die Sänger zu einem Konzert für die Betagten zusammenfinden und zwischen den Jahren auftreten.

Buntes Programm

Mit besinnlichen Liedern eröffnete die Sängerschar das bunte Programm. Unter der Leitung von Vize-Dirigent Sieghard Schäfer erklang zunächst die Weise „Winternächt’ges Schweigen“, in der es heißt: „Millionen Sterne glühen glänzend hoch am Himmelszelt. Leuchten in den Weihnachtsfrieden. Horch, ein wundersamer Klang, von den Türmen in die Lande schallt der Glocke Weihgesang. Stille Nacht, stille Nacht, stille, heil’ge Nacht“. Auch die bekannten „Weihnachtsglocken“ erklangen. Gemeinsam mit den Bewohnern der Himmelspforte wurden anschließend die Weihnachtslieder „Stille Nacht“ und „O du fröhliche“ gesungen. Danach ging es mit einem fröhlichen Liederpotpourri weiter, darunter auch „Freu dich, o Welt“ und andere schwungvolle Lieder. Mit viel Beifall klang der Auftritt aus – nicht ohne das Versprechen, im nächsten Jahr wiederzukommen.

Jahresfeier 15.12.2018

Gesang von seiner schönsten Seite

Die Oberbadische,  Silvia Waßmer, 17.12.2018


Die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen begeisterte bei ihrer Jahresfeier gemeinsam mit dem Männergesangverein Hügelheim.        Foto: Silvia Waßmer

Grenzach-Wyhlen - Mit einem abwechslungsreichen, weihnachtlich geprägten Programm stimmten die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen und die beiden Gastchöre, der Frauenchor Grenzach-Wyhlen und der Männergesangverein Hügelheim, bei der gut besuchten Jahresfeier am Samstag in der Hochrheinhalle auf die kommenden Festtage ein.

Zugleich ehrten die beiden in der Singgemeinschaft zusammengeschlossenen Vereine, der Männerchor Grenzach und der Gesangverein „Frohsinn“ Wyhlen, verdiente Mitglieder (siehe gesonderten Artikel) und verabschiedeten sich am Ende des Konzerts von ihrem Dirigenten Krastin Nastev.

Der knapp 40 Sänger umfassende Chor eröffnete den Abend erst einmal feierlich mit dem eher ruhigen, festlichen Lied „Weihnachtsglocken“ von Hermann Sonnett. Fröhlich ging es weiter mit „Freu dich, Welt“ von Georg Friedrich Händel, bevor die Singgemeinschaft die Bühne dem Frauenchor Grenzach-Wyhlen unter der Leitung von Claudia Götting überließ.

Im zweiten Teil wurde es dann „weltlicher“

Dieser freute sich, wie die zweite Vorsitzende Helga Zimmermann erklärte, wieder mit dabei sein zu können und hatte drei europäische Weihnachtslieder mitgebracht: ein altes, französisches Weihnachtslied („Gloria in excelsis Deo“) nach einem Arrangement von Otto Fischer, „Merry Christmas allerseits“ von Udo Jürgens und Wolfgang Hofer sowie „O Holy Night“ („O heil’ge Nacht“) von Adolphe Adam, arrangiert nach Werner Jung-Faber. Begleitet von Elena Freydkina am Klavier sorgte der Frauenchor mit dieser Mischung für internationales Flair und – vor allem bei „Merry Christmas allerseits“ – für Schmunzeln.

Mit „Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit“ von Robert Stolz übernahm anschließend der Männergesangverein Hügelheim unter der Leitung von Claudia Mundi. Auch er hatte zunächst Weihnachtliches im Gepäck und setzte seinen Beitrag mit „Weihnachten im Waldkirchlein“ von Ludwig Baumann, „Es wird scho glei dumpa“ von Gerhard Löffler und „Des deutschen Seemanns Weihnachten“ von Ludwig Baumann, inklusive eines kurzen Soloparts von Tenor Richard Schmoland, fort.

Katharina Haag löst Krastin Nastev ab

Nach der Ehrung verdienter Mitglieder durch die beiden Chöre der Singgemeinschaft und einer kurzen Pause erklangen im zweiten Teil des Abends verschiedene Werke ohne Bezug zur Weihnachtszeit. So wandelte sich etwa der Männergesangverein Hügelheim, ausgestattet mit blauen Arbeitshemden und braunen Lederschürzen, zum Küferchor und besang nicht nur das „Weinparadies am Rhein“ sondern auch „Bella Italia“ bei Triest oder die blaue Donau bei Wien. Und auch die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen begeisterte mit vier weiteren Darbietungen, bevor sie zum Abschluss, gemeinsam mit den Hügelheimern „Aus der Traube in die Tonne“ und als Zugabe „Ne G’sang in Ehre“ nach einem Gedicht von Johann Peter Hebel präsentierten.

Bereits zuvor hatten sich Eberhard Oberfell, Co-Vorsitzender des Gesangvereins Wyhlen, und Fritz Gerbel, Vorsitzender des Männerchors Grenzach, von Dirigent Krastin Nastev verabschiedet. Er verlässt den Chor nach eineinhalb Jahren aus privaten Gründen. „Obwohl du nur kurze Zeit da warst, haben wir Vieles gelernt“, erklärte Oberfell und ergänzte: „Dir gelang der Spagat zwischen Fördern und Fordern.“ Nastev wiederum bedankte sich bei dem Chor für das fleißige Besuchen der Proben und wünschte alles Gute. Den Taktstock übernimmt künftig Katharina Haag.

 

"Dankeschön und auf Wiederseh’n"

Badische Zeitung,  Horatio Gollin,  17. Dezember 2018

Nach eineinhalb Jahren verlässt Dirigent Krastin Nastev die Singgemeinschaft, die ihn beim Jahreskonzert gebührend verabschiedete.



Eberhard Oberfell (rechts) verabschiedet Dirigent Krastin Nastev.  Foto: Horatio Gollin


Geehrte von links: Eberhard Oberfell, Wilfried Scheller, Roland Herlan, Rolf Meierfels, Ernst Bächtlin, Alfons Reindl, Eugen Weis und Wolfgang Berger Foto: Horatio Gollin

GRENZACH-WYHLEN. Ein abwechslungsreiches Jahreskonzert bereitete die Singgemeinschaft aus Gesangverein Frohsinn Wyhlen und Männerchor Grenzach ihrem Publikum. Der Frauenchor Grenzach-Wyhlen war wieder dabei und als Gastchor trat der Männergesangverein 1846 Hügelheim auf.

"Ich wollte nicht, dass dieser Moment so dramatisch ist. Es ist traurig, dass wir uns wieder verabschieden müssen", meinte Dirigent Krastin Nastev, der erst im Juni des Vorjahres die Leitung der Singgemeinschaft übernommen hatte. Nach eineinhalb Jahren verlässt Nastev die Singgemeinschaft wieder aus privaten Gründen. "Mit seiner angenehmen Art und Weise ist ihm der Spagat zwischen Fördern und Fordern gelungen", dankte Eberhard Oberfell dem Dirigenten. Die Nachfolge ist schon geregelt und Katharina Haag zeigte sich dem Publikum. "Ich freue mich auf meine neuen Männer", erklärte Haag. Von Nastev verabschiedeten sich die Sänger der Singgemeinschaft aus Gesangverein Frohsinn Wyhlen und Männerchor Grenzach mit "Dankeschön und auf Wiederseh‘n".

Dem Publikum wurde ein abwechslungsreiches, weihnachtliches Konzert geboten. Die Singgemeinschaft machte mit "Weihnachtsglocken" und "Freu‘ dich Welt" den Auftakt. Der Frauenchor unter Leitung von Claudia Götting und mit Klavierbegleitung von Elena Freydkina schloss mit drei Weihnachtsliedern aus anderen europäischen Ländern an, die die Sängerinnen aber auf Deutsch wiedergaben. Mit "Holy Night" ging es nach England und für Frankreich hatten die Sängerinnen ein altes Weihnachtslied ausgewählt. Viel Applaus bekam der Frauenchor für die Darbietung des Udo Jürgen Hits "Merry Christmas allerseits", in dem der gebürtige Österreicher übertriebenen Gebrauch von Anglizismen veralbert.

Zu dem besinnlichen Konzert trug auch der Männergesangverein (MGV) 1846 Hügelheim mit vier Titeln bei. Mit "Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit", "Weihnachten im Waldkirchlein", "Es wird scho glei dumpa" und "Des deutschen Seemanns Weihnachten" zeigte die Formation ihr Können. Chorleiterin Claudia Mundi dirigierte und spielte Klavier zu gleich. Nach der Pause trat der MGV als Küferchor erneut auf und die bislang besinnliche Stimmung entfaltete sich leicht und locker bei einem andalusischen Abendlied und den Weinliedern "Im Weinparadies" und "Vienna – Trieste", bevor die Singgemeinschaft wieder die Bühne mit "Du mit dem Frühlingsgesicht" und drei beschwingten kroatischen Volksliedern übernahm.

Fritz Gerbel, der erste Vorsitzende des Männerchors Grenzach, wandte sich an das Publikum und rief dazu auf, die Probenstunden der Singgemeinschaft zu besuchen, da der Altersdurchschnitt der Sänger schon bei über 75 Jahren liegt. "Einfach zwei, drei Stunden ausprobieren, ob es einem gefällt. Die Kollegen sind alle nett", sagte Gerbel. Zum Abschluss des Jahreskonzerts in der gut besuchten Hochrheinhalle kam der MGV wieder auf die Bühne und gemeinsam wurde das fröhliche Schlusslied "Aus der Traube in die Tonne" gesungen. Großer Applaus für die Sänger, die sich beim Publikum mit der Zugabe "Mit Gesang in Ehre" verabschiedeten.

Ehrungen: Rolf Meierfels wurde für 60 Jahre als Sänger durch den Deutschen Chorverband geehrt, im Gesangverein Frohsinn ist er seit 2014. Seitens des GV Frohsinn wurde Peter Sessler wurde für 25 Jahre Aktivmitgliedschaft geehrt sowie Wolfgang Berger und Dieter Frantsche für 40-jährige Passivmitgliedschaft. Alle drei wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Weiterhin ehrte der GV Eugen Weis und Karl Weber (70 Jahre im Verein), Alfons Reindl (60 Jahre passiv), Marianne Henle-Meister und Walter Hupfer (beide 50 Jahre passiv), Ernst Bächtlin und Emil Schär (beide 25 Jahre passiv) sowie Eberhard Oberfell (25 Jahre aktiv). Seitens des Männerchors Grenzach wurden Roland Herlan und Wilfried Scheller (beide 20 Jahre) sowie Fritz Rung (40 Jahre), Kurt Schlitter (50 Jahre) und Karl Müller (70 Jahre) geehrt.

 

Konzert Gesangverein Fahrnau 09.06.2018

Beste Sangeskunst zur Geltung gebracht

Markgräfler Tagblatt, 10.06.2018

Großes Dramenkino in der Fahrnauer Festhalle: Im zweiten Jahreskonzert unter Ägide ihres neuen Dirigenten Krastin Nastev verwandelten sich die Sängerinnen und Sänger des Fahrnauer Gesangvereins unterm Motto „Bekannte Melodien aus Oper, Operette und Musical“ in einen veritablen Opernchor, in selbstbewusst vortragende Musical-Solisten und in eine munter schauspielernde Darstellertruppe. Bereichert wurde der dreiteilige Konzertabend weiter von der Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen.
Von Anja Bertsch

Schopfheim-Fahrnau.
Vielstimmig-anerkennendes Raunen erhob sich unter den zahlreichen Zuschauern im bestens gefüllten Saal, als sich der Vorhang am Samstagabend zum ersten Konzertakt hob. Gekleidet in nobler Abendgarderobe, präsentierten sich die Sänger weit jenseits der klassisch-aufgereihten Chorordnung locker drapiert auf Sofas, an Tischchen und in Grüppchen als ausgelassene Abendgesellschaft: Angemessene Szenerie für zwei auch szenisch dargestellte Kostproben aus Johann Strauss′ berühmter Operette „Die Fledermaus“.

Und weiter ging′es mit einer Mischung aus szenischer und sängerischer Darstellung in „Wouldn′ it be lovely“ aus dem Broadway-Musical „My fair Lady“. Die Herren der Fahrnauer Sangesschöpfung dienten sich der Solistin Svetlana Doneva hier als beschwingte Sanges- und Tanzpartner an, bevor sich im Stück „Wunderbar“ aus Cole Porters „Kiss me Kate“ wiederum der komplette Gesangverein im leichten Dreiviertel-Takt dem Ende des ersten Konzertteils entgegenwiegte.

Mitschwingen im Walzerreigen

Souverän bei all diesen auch darstellerischen Einlagen war der international erfahrene Dirigent Krastin Nastev, der oftmals selbst zum Teil der Szenerie wurde und seinen Chor auch noch aus dem eigenfüßigen Mitschwingen im Walzerreigen heraus den Takt vorgab.

Nachdem der erste Teil des Fahrnauer Vortrages sich aus leichtfüßiger Operetten- und Musical-Musik gespeist hatte, kam der zweite Teil mit Auszügen aus der großen Opernliteratur reichlich gravitätisch daher: Auf dem Programm stand die italienische Oper etwa mit „Turandot“, „La Traviata“ und „Madam Butterfly“ von Puccini, oder mit Verdis „Die Macht des Schicksals“. Daneben kam das deutsche Schwergewicht Richard Wagner mit Auszügen aus „Lohengrin“ zu Gehör, und ebenso Smetanas „Die verkaufte Braut“.

Tragende Säule in einem solchen auf Musicals, Operetten und Opern ausgerichteten Repertoire sind natürlich die Solisten. Hier stellten mit Stephanie Welte (Sopran) sowie Hansjörg Ebner und Manfred Vogt (beide Tenor) drei Fahrnauer Eigengewächse ihre Stimmkraft unter Beweis; mit Ouided Khachnaoui und Sybille Hermann präsentierte sich in „Die Schatten werden länger“ aus dem zeitgenössischen Musical „Elisabeth“ ein Gast-Duett aus Grenzach-Wyhlen. Weiterer Gast von außerhalb war der Tenor Ignasi Cristia aus Katalanien.

Vor allem aber war es die bulgarische Sopranistin Svetlana Doneva, die in Fahrnau ihre umfassende internationale Sangeserfahrung auf die Bühne packte und die solistischen Glanzpunkte des Programmes setzte.

Bulgarische Solistin mit berückendem Vortrag

Besonders berückend beispielsweise war Donevas Vortrag von „La vergine degli Angeli“ aus Verdis „Die Macht des Schicksals“, der das Publikum zunächst in fasziniertes Lauschen bannte und es dann zu frenetischem Applaus trieb.

Der Gesangverein lieferte den Solisten das rein und differenziert intonierende Fundament. Bestens zur Geltung kam die Ensemblequalität des Gesangvereins darüber hinaus immer auch dort, wo es für sich stand: So beispielsweise im „Chor der Brautleute“ aus Smetanas „Die verkaufte Braut“.

Eine neue Klangfarbe brachte zwischen den „Fahrnauer“ Konzertteilen die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen ins Geschehen: Als reiner Männergesangverein intonierten die etwa 30 Gäste klassisch gesetzte Chorliteratur. So zum Beispiel zwei für Chorgesang arrangierte „Ungarische Tänze“ von Johann Brahms, oder Wilhelm Heinrichs tschechische Tanzlieder „Cekolina“. Als verbindendes Element zwischen den unterschiedlichen Repertoires aus Fahrnau und Grenzach-Wyhlen diente Dirigent Nastev: Er hat seit jüngerer Zeit beide Chorgemeinschaften unter seinen Fittichen.

Die Klavierbegleitung lag den ganzen Abend über in den virtuosen Händen von Lyudmilla Nazarenko; die inhaltlichen Schneisen schlugen Klaus Brust und Heike Hauser in ihrer Moderation.

 
Dirigent mit Erfahrung und Schwung: Krastin Nastev.  Foto: Markgräfler Tagblatt


Sängerisch und schauspielerisch zeigte der Gesangverein Fahrnau mit seinen vereinseigenen und mit den Gastsolisten eine phänomenale Leistung, hier bei „Die Fledermaus“. Fotos: Anja Bertsch Markgräfler Tagblatt


Klassisch gesetzte Chorliteratur setzte die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen famos um. Foto: Markgräfler Tagblatt

Hauptversammlung 01.03.2018

Oberbadisches Volksblatt 07.03.2018

 

Oberbadisches Volksblatt 03.03.2018

Jahresfeier 16.12.2017

Klänge – und ein Knalleffekt

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Die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen überzeugte unter dem neuen Dirigenten Krastin Nastev mit der Bandbreite ihres Könnens. Für eine Überraschung sorgte der Rücktritt von Horst Happle, dem Vorsitzenden des Gesangvereins Wyhlen. Foto: Heinz Vollmar Foto: Die Oberbadische

 

Mit klassischen Liederkränzen, bekannten Melodien wie „Im Abendrot“ von Franz Schubert, den „Ungarischen Tänzen“ von Johannes Brahms sowie böhmischen und tschechischen Tänzen wie dem bekannten „Cekolina“ begeisterte die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen am Samstag bei ihrer traditionellen Jahresfeier in der Hochrheinhalle. Unerwartet kam dabei die Ankündigung des Rücktritts von Horst Happle, dem Vorsitzenden des Gesangvereins „Frohsinn“ Wyhlen.

Von Heinz Vollmar

Grenzach-Wyhlen. Sichtlich gestärkt in Bezug auf die „Manpower“ nach dem Zusammenschluss des Männerchores Grenzach und des Wyhlener Gesangvereins „Frohsinn“ im Jahr 2014 präsentierte sich die Singgemeinschaft bereits zu Beginn des Melodienreigens, der mit dem bekannten „Hymnus“ von Ludwig van Beethoven eröffnet wurde und bei dem der neu verpflichtete Dirigent Krastin Nastev einen ersten Eindruck seines Könnens geben konnte.

Der bulgarische Dirigent sollte jedoch im weiteren Verlauf des musikalischen Abendprogramms noch weitere virtuose Akzente setzen, was sich alsbald auch auf das Publikum übertrug. Mit zu den Höhepunkten zählten die „Ungarischen Tänze Nr. 5 und Nr. 6“ von Johannes Brahms, die von der Singgemeinschaft mit großem Können vorgetragen wurden. Am Klavier begleitet wurde der Chor von Lyudmila Nazarenko, die eigens für die Jahresfeier der Singgemeinschaft verpflichtet wurde und mit ihrem Klavierspiel die hochkarätige Schule der östlichen Pianisten-Ausbildungen erkennen ließ. Sie hätte während der Jahresfeier auch ganz ohne Chöre ein Klavierkonzert spielen können, so die Meinung vieler Besucher, die begeistert waren von der virtuosen Darbietung der Pianistin.

Doch zunächst sorgte der Frauenchor Grenzach-Wyhlen, am Klavier begleitet von Florian Metz, für weitere Glanzpunkte, während der Gesangverein Fahrnau als Gastverein der Jahresfeier einen „ultimativen Kick“ verlieh. Auch der Gesangverein Fahrnau als gemischter Chor wurde von Krastin Nastev dirigiert, und auch die Pianistin Lyudmila Nazarenko bewies ihr Können am Klavier.

Das Liedgut, dass der Gesangverein Fahrnau bei der Jahresfeier zu Gehör brachte, begeisterte in der Folge mit Melodien aus Musicals, Oper und Operette, während sich die Sänger scheinbar mühelos von einem Höhepunkt zum anderen sangen und in besonderer Weise einen hochkarätigen und vor allem nachhaltigen Eindruck hinterließen. Bravo- und Zugabe-Rufe aus dem Publikum zeigten sehr eindrücklich, dass das, was die Fahrnauer aufs Parkett legten, einfach klasse war, was einige Damen des Chores als Dank an die Gäste der Jahresfeier sogleich mit einer kleinen Tanzeinlage belohnten.

Die Jahresfeier der Singgemeinschaft wurde auf diese Weise auch im zu Ende gehenden Jahr zu einem musikalischen Leckerbissen, der nachhaltiger nicht hätte sein können. Einen wesentlichen Anteil hatten daran vor allem der neue Dirigent Krastin Nastev und die Pianistin Lyudmila Nazarenko. Von ihnen wird auch künftig noch einiges zu erwarten sein.

Horst Happle hört auf

Für eine handfeste Überraschung sorgte bei der Jahresfeier der Vorsitzende des Gesangvereins „Frohsinn“ Wyhlen, Horst Happle. Er kündigte vor großem Publikum an, zum 1. Januar aus gesundheitlichen und familiären Gründen von seinem Amt als Vorsitzender zurückzutreten. Happle leitete 21 Jahre lang die Geschicke des Gesangvereins „Frohsinn“ Wyhlen und führte den Verein vor zwei Jahren in die Singgemeinschaft mit dem Männerchor Grenzach.

Die Rücktrittsbekanntgabe kam für alle sichtlich überraschend, selbst die Mitglieder des Gesangvereins Frohsinn wussten nichts davon, so Kassierer Eberhard Oberfell bei der Jahresfeier. Auf die Frage, wer den Verein nun zumindest bis zur Generalversammlung führen wird, zuckte Horst Happle lediglich die Schultern. Rein formal müsste diese Aufgabe Karl Schwarzbauer zufallen. Er ist derzeit noch stellvertretender Vorsitzender des Gesangvereins „Frohsinn“ Wyhlen.

Auch die Frage, warum Horst Happle gerade die Jahresfeier ausgewählt hat, um seinen Rücktritt anzukündigen, blieb vielen ein Rätsel, wie aus den Gesprächen der Gäste zu entnehmen war.

 

Badische Zeitung

Überraschender Rücktritt nach 21 Jahren

Horst Happle kündigt Amtsaufgabe am Ende des Konzerts der Singgemeinschaft an / Abwechslungsreiches Programm mit Gästen.

  • Vorsitzender Horst Happle,der überraschend seinen Rücktritt verkündete, ehrte Rainer Bächtlin, Josef Kirsch, Hans Wiesler, Edgar Häßler, Karl Schwarzbauer, Gerhard Fiedler und Werner Kaiser (von links). Foto: Martin Eckert

GRENZACH-WYHLEN. Am Samstag begeisterte die Singgemeinschaft, bestehend aus dem Männerchor Grenzach und dem Gesangverein Frohsinn, bei ihrem Jahreskonzert das Publikum. Geboten wurde gemeinsam mit dem Frauenchor Grenzach-Wyhlen und dem Gesangverein Farnau ein abwechslungsreiches und vielfältiges Konzert, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei war. Für einen Paukenschlag sorgte allerdings Horst Happle.

Überraschend kündigte er an, dass er nach 21 Jahren als Vorsitzender des Gesangverein Frohsinn zum 1. Januar von seinem Amt zurücktreten wird. "Es gibt heute nicht nur Schönes, sondern auch eine traurige Nachricht: Aus gesundheitlichen und familiären Gründen werde ich von meinem Amt zurücktreten", so Happle, der jedoch weiter aktiv im Verein singen möchte.

Damit überraschte er nicht nur das Publikum, sondern auch die restlichen Mitglieder seines Vereins. Bis zur nächsten Generalversammlung wird somit sein bisheriger Stellvertreter Karl Schwarzbauer das Amt übernehmen müssen.

Das musikalische Programm indes ging bis 23 Uhr, wobei die Singgemeinschaft erstmals das Jahreskonzert mit ihrem neuen Dirigenten Krastin Nestav bestritt. Dieser hatte im Juni das Amt von seinem langjährigen Vorgänger Martin Grzelak übernommen. Fritz Gerbel, der erste Vorsitzende des Männerchores Grenzach, appellierte daher an alle Gesangswilligen mal beim Chor vorbei zu schnuppern.

Gemeinsam wurden alte Klassiker wie "Hymnus" von Beethoven, "Herr deine Güte" von Grell oder der "Ungarische Tanz" Nr. 5 und Nr. 6 von Brahms neu einstudiert, die bereits vor etlichen Jahren zum Repertoire gehörten.

Gäste aus Fahrnau begeistern mit Musical-Highlights

Der Frauenchor Grenzach-Wyhlen gab dann unter der Leitung von Ludwig Streit Stücke wie "Singen mit Freude" oder "Ich wollte nie erwachsen sein" zum Besten. Für einen moderneren Touch sorgte der Gesangverein Fahrnau, mit Evergreens aus Oper, Operette und Musicals, der ebenfalls unter der Leitung von Dirigenten Krastin Nestav auftrat. Mit Highlights aus verschiedenen Musicals wie etwa der West Side Story, Cats oder dem Phantom der Oper, aber auch traditionelle Lieder begeisterten sie das Publikum und durften erst nach zwei Zugaben von der Bühne. Musikalisch begleitet wurden die Chöre am Piano von Florian Metz und Lyudmilla Nazarenko.


Ehrungen: Zwischen den Auftritten erfolgten die Ehrungen für langjährige Mitglieder des Gesangverein Frohsinn. Aktive Mitglieder sind seit 25 Jahren Karl Schwarzbauer, seit 50 Jahren Egon Deschler und seit 60 Jahren Werner Kaiser und Werner Michalski. Passiv unterstützen den Verein seit 25 Jahren Rainer Bächtlin und Uwe Lambelet. Seit 40 Jahren und somit nun Ehrenmitglieder sind Gerhard Fiedler, Edgar Häßler, Hans-Armin Kaage, Elisabeth Mattes und Kurt Mayer, dabei. 50 Jahre treu ist Hans Wiesler, 60 Jahre Helmut Gersbacher, Josef Kirsch und Walter Schorer.

Wie es sich für einen Gesangverein gehört, gab’s für die Geehrten natürlich noch ein Ständchen.

Jahresfeier 10.12.2016

Badische Zeitung, 12.12.2016

Liederreigen bis nach Mitternacht

Jahresfeier der Singgemeinschaft mit zahlreichen Gastchören und Mandolinenorchester / Zukunftsweisender Zusammenschluss.

Gemeinsam in die Zukunft: Die Singgemeinschaft zeigt mit dem Zusammenschluss zweier Chöre, wie es geht und verleiht der Jahresfeier einen feierlichen Klang. Foto: Heinz Vollmar

GRENZACH-WYHLEN. Mit einem bis nach Mitternacht reichenden Chorprogramm, das mit Darbietungen der Singgemeinschaft und des Frauenchores Grenzach-Wyhlen genauso glänzte, wie mit dem Auftritt zahlreicher Gastchöre und des Mandolinenorchesters aus Weil am Rhein, begeisterte die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen am Samstag bei ihrer Jahresfeier in der Hochrheinhalle.

Mit eher traditionellem Liedgut erfreute bei der Jahresfeier die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen mit den Sängern des Gesangvereins Frohsinn und des Männerchores Grenzach unter der Leitung von Martin Grzelak. Mit Liedern wie "Der Zauber der Musik" oder dem "Lied der Freude" verliehen sie der Jahresfeier einen feierlichen Rahmen, während der Klangkörper, in dem sich zwei Chöre vereinten, auch ein Beispiel dafür abgab, wie wichtig und zukunftsweisend die Gründung der Singgemeinschaft für beide Chöre war. Mit einem Adventslied und einem winterlich anmutenden Stück stimmte im Anschluss der Frauenchor Grenzach-Wyhlen unter der Leitung von Ludwig Streit die Gäste in der Hochrheinhalle auf die Jahresfeier ein, die sich einmal mehr auch als exquisite Plattform des Chorgesanges der gesamten Regio in Szene setzte.

Ganz neue Akzente setzte bei der Jahresfeier das Mandolinenorchester aus Weil am Rhein, das mit Melodien aus dem englisch-schottischen Genre aufwartete und mit der markanten Stimme des Tenors Gérard Porretin dem Stelldichein der Chöre eine brillante Note verlieh. Mit bekannten Melodien von Udo Jürgens und anderen bekannten Größen der Musikbranche begeisterte indes die Singgemeinschaft Eichsel/Degerfelden unter der Leitung von Elena Freydkina sowie der Gesangverein Harmonie Weitenau, der unter der Leitung von Ibolya Barla die Jahresfeier geradezu musikalisch aufmischte, Hochstimmung erzeugte und die Besucher zu frenetischen Bravo- und Zugabe-Rufen animierte.

Die Jahresfeier der Singgemeinschaft erfuhr auf diese Weise gleich mehrere musikalische Glanzpunkte und eine Vielfalt an Gesangsoptionen, die beim Publikum auf Lob und Anerkennung stießen. Die Vereinigung von Chören in Singgemeinschaften, die sich bei der Jahresfeier eindrucksvoll präsentierten, war überdies ein Beispiel dafür, wie ein Fortbestehen traditioneller kleiner Chöre auch weiterhin gewährleistet werden kann. Viele Besucher der Jahresfeier der Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen werteten gerade diese Entwicklung bei einigen Chören als zukunftsweisendes Signal.

Über die zahlreichen Ehrungen bei der Jahresfeier der Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen in der Hochrheinhall berichten wir in einer unseren nächsten Ausgaben.

Badische Zeitung, 13.12.2016

Viele langjährige Mitglieder

Ehrungen beim Gesangverein Frohsinn und Männerchor Grenzach.

Die Vorsitzenden Horst Happle (links) und Fritz Gerbel (ganz rechts) ehrten (von links): Martin Walter, Peter Nönninger, Gertrud Weymann, Walter Brender, Roland Denzer, Ursula Gadenne, Hanspeter Lippert, Karl Böhler, Robert Asal und Wolfgang Zöllner Foto: Heinz Vollmar

GRENZACH-WYHLEN (mar). Zahlreiche Ehrungen aktiver und passiver Mitglieder der Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen bestimmten am Samstag neben den vielen musikalischen Höhepunkten das Geschehen bei der Jahresfeier der beiden musikalisch vereinten Chöre des Gesangvereins Frohsinn Wyhlen und des Männerchores Grenzach (die BZ berichtete).

Gesangverein Frohsinn
Mit Präsenten und Urkunden wurde zum einen Siegfried Stoll geehrt. Er unterstützt den Chor seit 25 Jahren als Passivmitglied. Für ihre 40-jährige Treue Peter Nönninger, Ursula Gadenne sowie Hermann Ringwald geehrt und zu Ehrenmitgliedern ernannt. Seit unglaublichen 70 Jahren gehören Franz Mutter und Hugo Otte (nicht anwesend) sowie Walter Brender dem Chor an. Geehrt wurden neben ihm auch Wolfgang Zöllner (60 Jahre) und Karl Böhler (50 Jahre).

Männerchor Grenzach
Roland Denzer und Hanspeter Lippert gehören dem Chor seit 25 Jahren an und wurden dafür mit der Ehrenurkunde des Obermarkgräfler Chorverbandes ausgezeichnet. Für ihr 60-jähriges Wirken als Sänger wurden darüber hinaus Walter Martin und Fritz Gerbel geehrt. Als langjährige Passivmitglieder (40 Jahre) wurden Gertrud Weymann und Robert Asal geehrt.

Bei der Jahresfeier nicht anwesend waren die Passivmitglieder Anneliese Polzin und Hans Thoma (beide 30 Jahre), so auch Heinz Leppert, Eckhard Sielaff und Dieter Vogt (40 Jahre). Nicht anwesend war außerdem Helmut Geiger. Er sollte für sein 70-jähriges passives und aktives Engagement.

Markante Stimme und neue Akzente

Die Oberbadische, 11.12.2016 17:04 Uhr


Unter der Leitung von Martin Grzelak präsentierte sich die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen.
Foto: Heinz Vollmar

Mit einem bis nach Mitternacht reichenden Chorprogramm, das mit Darbietungen der Singgemeinschaft und des Frauenchores Grenzach-Wyhlen genauso glänzte wie mit dem Auftritt zahlreicher Gastchöre und des Mandolinenorchesters aus Weil am Rhein, hat die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen am Samstag bei ihrer Jahresfeier in der Hochrheinhalle das Publikum begeistert.

Grenzach-Wyhlen (mv). Mit eher traditionellem Liedgut erfreute bei der Jahresfeier die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen mit den Sängern des Gesangvereins Frohsinn und des Männerchores Grenzach unter der Leitung von Martin Grzelak.

Lieder wie „Der Zauber der Musik“ oder „Lied der Freude“ verliehen der Jahresfeier einen festlichen Rahmen, während der Klangkörper, in dem sich zwei Chöre vereinten, auch ein Beispiel dafür abgab, wie wichtig und Zukunftsweisend die Gründung der Singgemeinschaft für beide Chöre war.

Mit einem Adventslied und einem winterlich anmutenden Stück stimmte im Anschluss der Frauenchor Grenzach-Wyhlen unter der Leitung von Ludwig Streit die Gäste in der Hochrheinhalle auf die Jahresfeier ein. Diese setzte sich einmal mehr auch als exquisite Plattform des Chorgesanges der gesamten Regio in Szene.

Ganz neue und für viele überraschende Akzente setzte das Mandolinenorchester aus Weil am Rhein, das mit Melodien aus dem englisch-schottischen Genre aufwartete und mit der markanten Stimme des Tenors Gérard Porretin dem Stelldichein der Chöre eine brillante Note verlieh.

Mit bekannten Melodien von Udo Jürgens und anderen bekannten Größen der Musikbranche begeisterte indes die Singgemeinschaft Eichsel/Degerfelden unter der Leitung von Elena Freydkina sowie der Gesangverein Harmonie Weitenau, der unter der Leitung von Ibolya Barla die Jahresfeier musikalisch aufmischte und die Besucher zu frenetischen Bravo- und Zugabe-Rufen animierte.

Die Jahresfeier der Singgemeinschaft erfuhr auf diese Weise gleich mehrere musikalische Glanzpunkte und eine Vielfalt an Gesangsoptionen, die beim Publikum auf Lob und Anerkennung stießen. Die Vereinigung von Chören in Singgemeinschaften, die sich auf sehr eindrucksvolle Weise präsentierten, war darüber hinaus ein Beispiel dafür, wie ein Fortbestehen traditioneller kleiner Chöre auch weiterhin gewährleistet werden kann.

Viele Besucher der Jahresfeier der Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen werteten gerade diese Entwicklung bei einigen Chören als zukunftsweisendes Signal.

Über die zahlreichen Ehrungen bei der Jahresfeier der Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen berichten wir in einer unseren nächsten Ausgaben.

Chorreise Bremerhaven 30.09. - 03.10.2016

Oberbadische Zeitung, 11.10.2016

 

Badische Zeitung 12.10.2016:

Sänger aus dem Süden besuchen den hohen Norden

Die Singgemeinschaft war zu Gast beim befreundeten Shanty-Chor in Bremerhaven / Gemeinsames Konzert kam gut an.

  1. Auch auf hoher See sangen die Chormitglieder kräftig weiter. Foto: Greiner

GRENZACH-WYHLEN . Vom tiefsten Süden in den hohen Norden: Die Singgemeinschaft hat sich auf den Weg gemacht, um ihre Chorfreunde aus Bremerhaven zu besuchen. Der Gegenbesuch war längst überfällig, schließlich weilte der Shanty-Chor bereits zweimal in der Doppelgemeinde.

Rund 70 Sängerinnen und Sänger mit ihren Partnern machten sich per Bahn auf die zehnstündige Reise gen Norden. Von den Strapazen der Reise erholten sie sich gleich am Tag der Ankunft im historischen Restaurant "Schiffergilde". In den folgenden Tagen gab’s vor allen Dingen eines reichlich: frischen Fisch. Sehr wertvolle Tipps zur Zubereitung erhielten die Gäste aus dem Süden im Seefischkochstudio. Bei bestem Wetter folgte danach ein Rundgang durch das "Schaufenster Fischerhafen". Interessant waren hierbei nicht nur das Museum und die Museumsschiffe, sondern insbesondere die Fischgeschäfte. Im Neuen Hafen an der Geeste ging es auf "Dicke-Pötte-Tour". Durch die Schleuse in die Weser beeindruckten die im Hafen liegenden großen Containerschiffe, unter ihnen auch das derzeit größte Containerschiff "Maerks Line" sowie ein Frachter, der über 5000 Autos transportieren kann. Natürlich gehörte auf der "Dicke-Pötte-Tour" auch gemeinsamer Gesang an Bord dazu. Den zeigten der Shanty-Chor und die Singgemeinschaft am letzten Tag bei einem gemeinsamen Konzert in der evangelischen Kreuzkirche. Der Shanty-Chor unter Leitung von Munni Brust brillierte mit seinem Repertoire an Seemannsliedern. Rau wie die See und stimmgewaltig in den einzelnen Passagen kam so richtig die Stimmung der See und der zur See fahrenden Matrosen auf. Neben der Hymne der amerikanischen Marine und Shanty-Melodien (Gorch-Fock-Lied) erklangen auch auch Gospel-Songs. Sie beendeten ihren Konzertteil mit einem bekannten Seemannslieder-Medley, in das auch die sehr zahlreichen Besucher des Konzertes einstimmten. Ganz anders das Repertoire der Singgemeinschaft: Die mehr als 30 Sänger interpretierten Melodien wie "Die Rose", "Freude am Leben", "Rot sind die Rosen" oder "Der Bajazzo". Mit dem gemeinsamen gesungenen Lied "Seemann, deine Heimat ist das Meer" beendeten die Chöre das Doppelkonzert.

Mit etwas Wehmut, doch mit dem Versprechen auf weitere Kontaktpflege, verabschiedeten sich die Gäste nach drei Tagen wieder gen Süden.

Jahreshauptversammlung 20.01.2016

Oberbadische Zeitung, 22.01.2016

HV 2016

Jahresfeier der Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen 12.12.2015

Oberbadische Zeitung, 14.12.2015 

Jubiläumskonzert mit dem Shanty-Chor Bremerhaven 26.09.2015

Oberbadische Zeitung, 27.09.2015 

Drittes Festkonzert zum Jubiläum

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Den Sängern von der Nordseeküste war anzumerken, dass sie ihre Freude an diesem Auftritt in Südbaden hatten. Foto: Rolf Reißmann/Die Oberbadische

Grenzach-Wyhlen (rr). Der von Heinz Engelhardt vor zwei Jahren eingefädelte erste Besuch gefiel den Shanty-Sängern so gut, dass sie Grenzach-Wyhlen einen zweiten abgestattet haben. Auf der Bühne boten sie ein Programm, das ganz und gar der Küste und dem Meer entsprach. Sanft und gefühlvoll, stürmisch und laut wechselten sich die Lieder ab.

Das Haus der Begegnung war gut besucht, rund 300 Gäste waren gekommen, um das dritte Festkonzert zum 175. Jubiläum des Männerchors Grenzach zu erleben. Mit einer kurzen Einstimmung eröffneten die Gastgeber den Abend, mehrere Lieder wurden sicher und gekonnt vorgetragen. Doch die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen wollte nicht im Mittelpunkt stehen und überließ bald die Bühne den Gästen aus dem hohen Norden. Zum zweiten Mal war der Shanty-Chor aus Bremerhaven nach Grenzach-Wyhlen gekommen.

Der Shanty-Chor singt bei Auftritten ohne Dirigent, ein Vorsänger übernimmt die Führungsaufgabe. Zwei Akkordeonspieler sorgten für eine sichere melodiöse Stütze. Dazu kam mit lockerer Choreografie Bewegung ins Programm und die eingefügten Episoden und Witze sorgten vielfach für Lacher. Immer temperamentvoller wurde das Konzert, das Publikum war mitgerissen.

Den Abschluss gestalteten die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen und der Shanty-Chor gemeinsam, auch diese war so gelungen, dass die Zuschauer mit viel Beifall nach Zugabe riefen.

Bürgermeister Tobias Benz hatte in seinem Grußwort nochmals gewürdigt, dass der Männerchor Grenzach sein Jubiläum auf mehrere Konzerte verteilt hat. „So ist es für den Männerchor wirklich ein festliches Jahr mit Höhepunkten geworden. Sowohl der Chor aus der Partnerstadt Pietrasanta, zu dem seit vielem Jahren Kontakte besteht, als auch die noch junge Chorfreundschaft zum Shanty-Chor Bremerhaven brachten hörenswerte Musik nach Grenzach-Wyhlen,“ sagte er. Fritz Gerbel, 1. Vorsitzender des Männerchores Grenzach, dankte den Gästen für ihr Programm und sicherte zu, dass nächstes Jahr zumindest ein Doppelquartett nach Bremerhaven reisen werde.

Klosterhofsingen 04.07.2015

Badische Zeitung, 06.07.2015

Schöne Klänge und kühle Getränke

18. Klosterhofsingen in der Himmelspforte gefällt Bewohnern und Besuchern / Erlös geht ans Seniorenheim Himmelspforte.

Die Singgemeinschaft Gesangverein Frohsinn Wyhlen/Männerchor Grenzach eröffnete den bunten Nachmittag. Foto: Martina Weber-Kroker

GRENZACH-WYHLEN. Bereits zum 18. Mal – allerdings in diesem Jahr bei größter Sommerhitze – hatte der Gesangverein Frohsinn Wyhlen zum Klosterhof-Singen in der Himmelspforte eingeladen. Den Besuchern wurde ein abwechslungsreiches, buntes Programm geboten, für das es viel begeisterten Beifall gab.

"Wir haben in der Himmelspforte schon oft bei schönem Wetter gesungen, aber das Wetter heute übertrifft alles", meinte Frohsinn-Vorsitzender Horst Happle in seiner Begrüßungsansprache und freute sich, dass trotz der großen Hitze doch noch so viele Besucher gekommen sind.

Bernd Mattes, seit vergangenem Jahr Geschäftsführer der Himmelspforte Wyhlen GmbH, hieß alle auch im Namen von Heimleiterin Jutta Van Dick und ihrem Team zum Klosterhofsingen willkommen und zeigte sich erfreut, "diese jahrelange Tradition" fortführen zu dürfen. Er dankte allen Mitwirkenden. Grußworte sprach ebenfalls Bürgermeister-Stellvertretern Annette Grether.

Wie in jedem Jahr waren auch wieder alle Bewohner des Seniorenheims Himmelspforte anwesend. Zunächst wurde im Klosterhof zusammen Kaffee getrunken und nach der Veranstaltung gab es für die Bewohner draußen auch noch das Abendessen, wie es ebenfalls zur Tradition beim Klosterhof-Singen gehört, betonte Heimleiterin Jutta van Dick. Selbstverständlich achtete das Mitarbeiter-Team darauf, dass die Seniorinnen und Senioren viel trinken. Das war auch schon an den vorangegangenen Tagen der Fall. Doch nicht nur viele Getränke, "auch Melonen", so die Heimleiterin, waren bei der Hitze angesagt. Auf dem oberen Innenhof wurde für die Bewohner ein Wasserbassin im Schatten zum Kühlen der Füße aufgestellt.

Abkühlungsmöglichkeiten gab es auch für die Besucher: Überall standen kleine Wasserbassins und Heimleiterin van Dick verteilte ständig nasse Waschlappen. Um die Hitze erträglicher zu machen, wurde außerdem der Boden des Klosterhofs dauernd mit Wasser gekühlt. Mit Zelten und Sonnenschirmen wurde außerdem überall für Schatten gesorgt.

Wie Happle auf Anfrage mitteilte, war es bei den bisherigen Veranstaltungen auch meistens sehr heiß. Das Klosterhofsingen zu verschieben kam aber nicht in Frage, weil man sonst keinen Dirigenten gehabt hätte, so Happle. Ein anderer Termin wäre nicht möglich gewesen.

Die Singgemeinschaft Gesangverein Frohsinn Wyhlen/Männerchor Grenzach eröffnete den bunten Nachmittag unter der Leitung von Dirigent Martin Grzelak mit den Liedern "Ticine o Vino", "Freundschaft", "Rot sind die Rosen" und "Rosenzeit".

Erstmals mit dabei waren die "Alphornfreunde". Die fünf Musiker aus der Region erfreuten die Zuhörer mit beeindruckenden Alphornklängen und bekamen dafür viel Beifall. Mit fröhlichen Liedern sorgte anschließend der Frauenchor Grenzach-Wyhlen, dirigiert von Marlies Metke, für Unterhaltung.

Florian Metz (Gesang und Klavier) erfreute die Besucher mit vielen bekannten Melodien und auch der Männerchor Degerfelden begeisterte mit seinem Auftritt. Zum Abschluss kam noch einmal die Singgemeinschaft auf die Bühne und bot weitere Lieder dar, bevor gemeinsam mit dem Männerchor Degerfelden "Aus der Traube in die Tonne" gesungen wurde und das Klosterhof-Singen mit Florian Metz am Klavier ausklang.

Der Frauenchor Grenzach-Wyhlen bot Kaffee und Kuchen an. Außerdem gab es kühle Getränke und Grillwurst. Und so ging das 18. Klosterhofsingen auch trotz der Hitze gut über die Bühne.

Der Erlös der Veranstaltung kommt wie immer dem Seniorenheim Himmelspforte zugute.

Konzert mit Coro Versilia 20.06.2015

Baden vokal - Magazin des Badischen Chorverbandes Nr. 8+9/2015

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Die Oberbadische, 21.06.2015

Grenzach-Wyhlen
Partnerschaft soll ausgebaut werden

Der Coro Versilia begeisterte wieder einmal die Zuhörer in Grenzach-Wyhlen mit seinem Auftritt. Fotos: Rolf Reißmann

Von Rolf Reißmann

Grenzach-Wyhlen. Ob das nun ein Chorkonzert mit Jubiläumsfeier oder das Umgekehrte war, ist Auslegungssache. Den mehr als 200 Besuchern aus der Gemeinde hat der Abend jedenfalls gefallen. Der Coro Versilia war anlässlich des 175. Jubiläums des Männerchores Grenzach und zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Grenzach-Wyhlen und Pietrasanta gekommen.

Ein tolles Programm begeisterte die Besucher. Der Männerchor eröffnete den Abend und Vorsitzender Fritz Gerbel erinnerte nochmals an die vielen Begegnungen, die es mit den italienischen Sangesfreunden schon gab. Beide Chöre hätten damit die Partnerschaftskontakte zwischen den Orten maßgeblich vorangebracht. Zwölfmal trafen sich beide Chöre schon. Nach der Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen kam der Coro Versilia auf die Bühne, mit 24 Stimmen etwas kleiner, aber dank zahlreicher Frauen etwas vielfältiger. In guter Intonation und mit überzeugender Mehrstimmigkeit boten die italienischen Gäste Lieder aus ihre Heimat. Vom gastgebenden Männerchor unterschieden sie sich durch etwas mehr Lockerheit und etliche souveräne Solostimmen.

Auch von Seiten der Stadtoberen wurde die Städtepartnerschaft gewürdigt. Bürgermeister Tobias Benz bewertete den Besuch des Coro Versilia als eine würdige Erinnerung an den Beginn der Partnerschaft. Inzwischen werde sie von unzähligen und äußerst vielfältigen Verbindungen zwischen Vereinen, Schulen und etlichen unmittelbaren Kontakten der Bürgern untereinander getragen. Für seine Arbeit sei es wichtig, den gegenwärtigen Stand der Partnerschaft nicht nur zu erhalten, sondern auszubauen. „Trotz aller Diskussionen um die Eurokrise und gerade wegen mancher Kritik am bürokratische Europa zeigt sich doch, dass der europäische Geist und das Haus Europa im Kleinen erbaut werden“, sagte Benz. „Mein Ziel ist daher, neue Impulse für die Partnerschaft zu setzen und den Austausch zwischen jungen Menschen zu intensivieren.“

Längere Schüleraustausche oder auch Studien- und Berufspraktika nannte er als Beispiele dafür. Wie viele Einwohner beider Städte in den zurückliegenden 25 Jahren in der jeweiligen Partnerstadt waren, konnte niemand zählen, doch mittlerweile sind Erinnerungen und Eindrücke aus Pietrasanta und Grenzach-Wyhlen nahezu täglich in den Alltagsgesprächen zu hören.

Das bekräftigte auch Angela Dati, Vorsitzende des dortigen Partnerschaftskomitees. Durch diese Kontakte gewinnen die Einwohner mehr Verständnis für die Probleme in anderen Ländern, sie erkennen Unterschiede und Gemeinsamkeiten sehr unmittelbar. „Dazu gehört auch die Solidarität, ohne diese hat doch Europa gar keinen Sinn“, sagte Dati.

Ingeborg Staab, Vorsitzende des hiesigen Partnerschaftskomitees, bekräftigte dies mit ihrer Aufforderung, dass vor allem die Jugend sehr schnell und mit viel Elan die aufgebauten Kontakte ideenreich weiterführen sollte.

 

Badische Zeitung 22.06.2015 PDF

 

Badische Zeitung 10.06.2015

Breites Spektrum des Chorgesangs beim Freundschaftssingen in der Hochrheinhalle.

Partnerschaft mit Notenschlüsseln

Dreifaches Jubiläum am Wochenende 20. und 21. Juni.

Beim letzten Konzertbesuch des Coro Versilia in Grenzach-Wyhlen im Jahr 2009 waren die Sänger nur in kleiner Besetzung da. Zum Jubiläumswochenende werden 58 Italiener anreisen. Foto: Archiv: Silvia Eismann

GRENZACH-WYHLEN. Gleich drei Jubiläen werden am Samstag, 20. Juni, in Grenzach-Wyhlen gemeinsam gefeiert: 175 Jahre Männerchor Grenzach, 40 Jahre Coro Versilia und 25 Jahre Städtepartnerschaft mit Pietrasanta. Um 19.30 Uhr beginnt im Haus der Begegnung der Festakt mit Doppelkonzert. In der Sitzung des Komitees für Städtepartnerschaften am Montag stellten die Vorsitzende Ingeborg Staab und Fritz Gerbel, Vorsitzender des Männerchors Grenzach, das Programm für das Jubiläums-Wochenende vom 18. bis 22. Juni vor.

Am Donnerstag, 18. Juni, reisen die Delegationen aus allen Partnerstädten an. Am Freitag, 19. Juni, ist eine Fahrt der Delegationen nach Basel zur Stadtbesichtigung und zur Gauguin-Ausstellung in der Fondation Beyeler geplant. Danach geht es zum Mittagessen nach Binzen und anschließend zum Vitra-Haus nach Weil.

Der Coro Versilia aus Capezzano Monte/Pietrasanta wird am Freitag, 17 Uhr, mit 58 Personen anreisen. Um 19 Uhr ist ein Empfang mit Abendessen im Haus der Begegnung für alle Gäste geplant.

Am Samstag, 20. Juni, steht zunächst für den Coro Versilia ein Ausflug nach Basel mit Stadtbesichtigung auf dem Programm. Die Delegationen aus den Partnerstädten werden einen Ausflug nach Bad Säckingen und in den Schwarzwald unternehmen. Um 19.30 Uhr findet der Festakt im Haus der Begegnung mit einem Doppelkonzert der Chöre und mit Bewirtung statt.


Der Coro Versilia wird am Sonntag, 21. Juni, nach dem Frühstück abreisen. Die Delegationen der Partnerstädte fahren am Sonntag noch an den Bodensee. Anschließend ist das Abendessen im Wyhlener Zehnthaus vorgesehen.

Wie Fritz Gerbel informierte, wird das Konzert am Samstagabend von der Singgemeinschaft der beiden Chöre Männerchor Grenzach/Gesangverein Frohsinn Wyhlen und dem Coro Versilia gemeinsam gestaltet. Die Singgemeinschaft eröffnet den Abend mit einigen Liedern. Danach erfolgt die offizielle Begrüßung. Anschließend singt der Coro Versilia. Dazwischen werden Grußworte von Bürgermeister Tobias Benz und Vertretern der Partnerschaftskomitees gesprochen. Zum Abschluss singen alle Chöre gemeinsam. Wie Gerbel weiter mitteilte, wird bei der Veranstaltung kein Eintritt erhoben. Da die italienische Partnerstadt Pietrasanta vor kurzem von einem schweren Unwetter getroffen wurde, hat man sich dafür ausgesprochen, stattdessen um Spenden für Unwettergeschädigte zu bitten.

In der Komitee-Sitzung wurde auch die Unterbringung der Gäste besprochen. Die Vertreter aus den Partnerstädten werden in Familien untergebracht, der Coro Versilia im Hotel. Weitere Themen waren gemeinsame Mahlzeiten, Gastgeschenke und Fahrdienste.

Heinz Intveen berichtete vom Hilfstransport nach Sacueni in Rumänien. Es handelt sich dabei um eine Bürgeraktion, die weitergeführt wird, wie er ankündigte. Ingeborg Staab zeigte sich sehr erfreut über die geplante Fortsetzung dieser Aktion. Josef Gyuricza, Leiter der Sozialabteilung der Gemeinde, blickte auf den Jahresausflug des Personals der Gemeinde nach Pietrasanta zurück (wir berichteten).

Freundschaftssingen 21.03.2015

Badische Zeitung 23.03.2015

Reine Männerchöre werden selten

Breites Spektrum des Chorgesangs beim Freundschaftssingen in der Hochrheinhalle.

Singen macht Spaß so ist es auf den T-Shirts der Sänger der Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen zu lesen. Wie lange noch ist fraglich, denn der reine Männergesang findet keinen Nachwuchs. Foto: Fotos: Heinz Vollmar

Dank an die Komponistin: Sabine Gampp und
Charlotte Böhler-Müller Foto: Heinz u. Monika Vollmar

GRENZACH-WYHLEN. Auch der Vorsitzende des Männerchores Grenzach, Fritz Gerbel, setzte sich beim Freundschaftssingen am Samstagabend in der Hochrheinhalle kritisch mit der Entwicklung des Männergesangs in seinem und anderen Männerchören auseinander. Wörtlich sagte er: "Der Chorgesang lebt, ist auch modern und hat nach wie vor einen hohen Stellenwert. Einziger Wermutstropfen ist jedoch, dass der Nachwuchs fehlt." Es sei daher richtig gewesen mit dem Gesangverein Frohsinn Wyhlen eine Singgemeinschaft zu gründen, das Wort "Fusion" vermied er jedoch.

Gerbel führte auch durch das Programm, das insgesamt zwölf Chöre gestalteten, darunter mit dem Männerchor aus Rheinfelden/Schweiz und dem Männerchor Pratteln-Augst-Muttenz, auch zwei schweizerische Chorformationen. Mit dabei waren auch der Frauenchor Grenzach-Wyhlen, der Gesangverein Hasel, "Eintracht" Herten, der Gesangverein Degerfelden mit dem Männerchor Eichsel, "TonArt" Nollingen, die New Formation der Singgemeinschaft Lörrach, der Gesangverein Egringen sowie der Sängerbund Efringen-Kirchen.

Den am Jubiläums-Freundschaftssingen teilnehmenden Chören dankte Gerbel für ihr Kommen und betonte die freundschaftlichen Beziehungen, die auch an Staatsgrenzen keinen Halt machten.

Zu den Besucherzahlen sagte er, dass zu etwa zwei Drittel der Gäste in der Hochrheinhalle Chöre gekommen seien, rund ein Drittel der Besucher seien Grenzach-Wyhlener Bürgerinnen und Bürger. Das Jubiläums-Freundschaftssingen selbst habe man mithin auch für die teilnehmenden Chöre selbst veranstaltet.

Von traditionellem Liedgesang über moderne Literatur bis hin zu Gospelsongs und Filmmusiken erstreckte sich das musikalische Programm, das von den Textinhalten her betrachtet hie und da auch zum Schmunzeln anregte, etwa wenn der brillant agierende Männerchor aus Rheinfelden/Schweiz gar von alten Säcken sang: "Ja wir sind die alten Säcke und singen auf jedem Fest".

Einig waren sich viele der anwesenden Besucher am Ende des Konzerts in der Einschätzung, dass der Chorgesang eindeutig in Richtung Singgemeinschaften und in Richtung gemischte Chöre mit Frauen und Männern und mit jungen und älteren Sängerinnen und Sängern zeige. So glänzend sie auch sangen, mit der Singgemeinschaft Grenzach/Wyhlen und den reinen Männerchören aus Rheinfelden/Schweiz und dem Männerchor Pratteln-Augst-Muttenz, waren die traditionellen Männerchöre beim Freundschaftssingen eindeutig in der Unterzahl. Die übrigen Chöre präsentierten sich als gemischte Chöre mit all ihrer Vielfalt und all ihren Chancen und eröffneten die Perspektiven, die gerade für das Weiterbestehen des Chorgesangs von großer Bedeutung sind.

Eine Premiere erlebte das Freundschaftssingen mit dem vom Musikverein Wyhlen erstmals gespielten "Wyhlener Marsch." Dieser war von Charlotte-Böhler-Müller komponiert worden und begeisterte während des Freundschaftssingens auf ganz besondere Weise. Dankesworte an die Komponistin richtete daher auch die Vorsitzende des Musikvereins Wyhlen, Sabine Gampp an Charlotte Böhler-Müller, die ebenfalls unter den Besuchern weilte und überreichte ihr einen Blumengruß. Der Musikverein Wyhlen hatte seinen musikalischen Jubiläumsgruß gleich zu Beginn des gemeinsamen Singens präsentiert und unter der Leitung von Justin Westermann auch das "Badnerlied" zu Ehren des Männerchores Grenzach wie gewohnt perfekt intoniert.

Pressebericht OV

Jubiläums-Festabend 20.03.2015

Badische Zeitung 23.03.2015

Auch Chöre müssen mit der Zeit gehen

Festrede des OMCV-Präsidenten Erhard Zeh beim Festabend des Männerchores Grenzach, der 175. Jahre alt ist.

Ehrendirigent Rolf Haas dirigierte beim Festabend im Haus der Begegnung die Singgemeinschaft des Männerchores Grenzach und des Gesangvereins Frohsinn. Foto: FOTOS: SARAH NÖLTNER

Erhard Zeh ist Präsident des Obermark-
gräfler Chorverbandes. Foto: Privat

GRENZACH-WYHLEN. 175 Jahre wird der Männerchor Grenzach dieser Tage. Zeit, den Chor in einem schönen und langen Jubiläumsakt im Haus der Begegnung zu feiern. Gekommen waren Gratulanten aus Politik, Nachbarvereinen und Chorverbänden. Außerdem gratulierten der Musikverein Grenzach, das Ensemble Bohème und der Gesangverein Frohsinn und gestalteten den Abend musikalisch abwechslungsreich. Im Publikum saßen die Geistlichen des Ortes, der Ehrenbürger Erhard Richter, Vertreter des Gemeinderats, der Bürgermeister sowie Freunde und Verwandte der Sänger. Dennoch blieb gut ein Drittel der Stühle unbesetzt.

Eröffnet wurde der Festakt durch den Musikverein Grenzach. Nach einer guten halben Stunde übernahm der Männerchor Grenzach in Singgemeinschaft mit dem Gesangverein Frohsinn die Bühne. Gemeinsam bilden die beiden Chöre eine etwa 50-köpfige Singgemeinschaft. Dirigiert wurden sie vom Ehrenchorleiter Rolf Haas, der den Männerchor über viele Jahre begleitet, entwickelt und geprägt hat. Der Vorsitzende des Männerchores Grenzach Fritz Gerbel erzählt: "do hän mer a mords Glück g‘hätt, des er des g‘macht hat". Unter dem Dirigat von Haas erklang "Die Ehre Gottes" von Beethoven nach einem leicht heiseren Beginn mit starken, klaren Akkorden bei feinfühliger Melodieführung. Dass der Chor auch Romantiker mit überzeugender dynamischer Gestaltung präsentieren kann, zeigte er beim Schubert Lied "Im Abendrot". Sehr zurückgenommen, wie von einer zarten Abendstimmung träumend, erklangen die Schubert Harmonien. Beim Lied "Die Rose" von W. Tropf hätte dem Chor ein wenig mehr Jugendlichkeit gut zu Gesicht gestanden, die durch deutliche Artikulation geschärften Worte "Liebe ist wie ein Messer" standen ein wenig im Kontrast zum alterssanften, harmonischen Klang.

Das Ensemble Bohème unter Leitung von Florian Metz beschenkte den Männerchor und das Publikum mit einem vielfältigen Programm zwischen Kreisler, Verdi, Dvorak, Piazolla, Strauss, Fucik und anderen. Mit hohem Anspruch und großem Können gestalteten die Musiker lebhaft, äußerst differenziert, geschmeidig und sinnlich Werke aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen und begeisterten das Publikum mit etwas Klang-Exotik und -Erotik.

Bürgermeister Tobias Benz umriss die Geschichte des Männerchores und verwies auf historische Ereignisse, die zur Gründungszeit des Chores aktuell waren. So wurde 1840, im offiziellen Gründungsjahr des Männerchores, die erste badische Bahnstrecke eröffnet, der erste Kindergarten in Betrieb genommen und in England der Penny eingeführt. Er lobte, die "Freude am gemeinsamen Singen spannt sich durch drei Jahrhunderte". Als ältester Verein der Gemeinde zeichne sich der Männerchor durch eine hohe Integrationskraft aus, was besonders in einem Zuzugsort bedeutend sei.

Der Vizepräsident des Badischen Chorverbandes Wolfgang Denecke berichtete aus der Chorlandschaft. Er sprach von Neugründungen und Bewegung in der Szene und sieht "Musik und Singen im Aufwind".

Als Erhard Zeh, Präsident des Obermarkgräfler Chorverbandes (OMCV), mit seinem Festvortrag begann, waren schon gut 2,5 Stunden Programm vorbei und es mag dahin gestellt bleiben, ob das Gemurmel in den Reihen des Chores als Nicht-Zustimmung zu seinen Worten oder als Unmut über die Länge des Programmes zu verstehen war. Zeh sprach kritisch über die Nachwuchssorgen vieler Männerchöre und die Veränderung der Lebenswirklichkeiten, Hörgewohnheiten und der Freizeitgestaltung: "Die Welt hat sich massiv geändert, die Männerchöre nicht in diesem Maß und die Zuhörer auch nicht." Er bedauerte, dass viele Männerchöre aufgrund fehlenden Nachwuchses eher aufhörten zu singen, als sich mit Frauen zu einem gemischten Chor zusammen zu tun und neue Formen des gemeinsamen Singens zu erproben. Den Zusammenschluss der beiden Männerchöre der Gemeinde zur Singgemeinschaft lobte er als Zeichen für Modernität. Das Ideal des machtvollen Klanges der Männerchöre beschrieb er als "Relikt alter Zeiten" und sagte, um attraktiv für jüngere Sänger und damit zukunftsfähig zu sein, bräuchten Männerchöre "Lockerheit statt Steifheit, Verbindung statt Distanz."

Dass der Chor trotz des hohen Altersdurchschnittes locker in Bewegung versetzen kann, zeigte er beim Abschlusslied "Freude am Leben" von O. Groll, wobei die Füße des Publikums im Rhythmus zu zucken begannen.

Langer Applaus, ehe der Frauenverein für Bewirtung nach einem vollen und langen Abend sorgte.

Pressebericht OV

Unterzeichnung Kooperationsvertrag Singgemeinschaft 28.01.2015

Badische Zeitung 31.01.2015

Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen
Die Sänger reichen sich die Hände

Nach einem Jahr Probebetrieb haben sich der Männerchor Grenzach und der Gesangverein Frohsinn Wyhlen zur Singgemeinschaft zusammengetan. Die Vorsitzenden unterzeichneten die entsprechenden Verträge.

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung durch die beiden Vorsitzenden Fritz Gerbel (Männerchor Grenzach, rechts) und Horst Happle (Gesangverein Frohsinn Wyhlen). Foto: Martina Weber-Kroker

GRENZACH-WYHLEN. Seit einem Jahr gibt es die Singgemeinschaft zwischen dem Männerchor Grenzach und dem Gesangverein Frohsinn Wyhlen. Nachdem in der Jahresversammlung des Männerchors Grenzach gerade der Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Chören zugestimmt wurde, haben jetzt auch die Sänger des Frohsinn Wyhlen bei ihrer Jahresversammlung am Mittwoch ihre Zustimmung erteilt. So konnte der Kooperationsvertrag von den beiden Vorsitzenden, Fritz Gerbel (Grenzach) und Horst Happle (Wyhlen) unterzeichnet werden.

Die beiden Chöre haben die Singgemeinschaft "zur Aufrechterhaltung und weiteren Pflege des Männerchorgesanges in Grenzach-Wyhlen" gegründet, heißt es in dem Vertrag. Zweck der Singgemeinschaft sei die Pflege der Kultur, insbesondere die Förderung des Gesanges. Die beiden Chöre bleiben jeweils nach wie vor als gemeinnützige sowie eingetragene Vereine bestehen und fördern nach wie vor, jeder für sich, den jeweiligen Zweck des Vereins. Die Singgemeinschaft diene ausschließlich und alleine der "Aufrechterhaltung des Gesangsbetriebes in den Bereichen, in denen die beteiligten Vereine nicht über die notwendige Anzahl von Sängern verfügen, um einen geordneten weiteren Gesangsbetrieb zu ermöglichen". Jeder Verein kann nach wie vor seine eigenen Feste und Veranstaltungen ausrichten. Die Chorproben werden im monatlichen Wechsel in den Probenlokalen der beiden Chöre abgehalten.

Wie in der Kooperationsvereinbarung geregelt wurde, treten Männerchor Grenzach und Gesangverein Wyhlen bei Konzerten, Jahresfeiern, Auftritten bei anderen Vereinen, beim Klosterhofsingen und bei Altennachmittagen generell als Singgemeinschaft auf.

Im Jahresrückblick erinnerte Happle an die Gründung der Singgemeinschaft vor einem Jahr und an das, was im ersten gemeinsamen Probejahr daraus wurde. Vom Ergebnis zeigte er sich positiv überrascht. Zum Thema "Liedauswahl" erklärte er, es werden auch "hin und wieder alte Lieder aufgefrischt, die den einen gefallen und den anderen weniger oder gar nicht, aber da müssen wir durch". Es gebe viele schöne neue Lieder, er sprach sich jedoch dafür aus, "auch die alten Lieder wieder einmal aus der Schublade zu nehmen, egal ob in Grenzach oder Wyhlen". Weiter meinte er: "Schließlich haben wir eine Singgemeinschaft gegründet um das Fortbestehen beider Chöre zu sichern".

In der Frohsinn-Versammlung wurde den Sängern noch einmal erläutert, dass man nach wie vor ein eigener Chor sei und "nur" eine Singgemeinschaft mit Grenzach habe. Im ersten Jahr erfolgte die Kooperation probeweise. Die Bestätigung erfolgte nun in den getrennten Jahreshauptversammlungen. Die Mitglieder des Gesangvereins Frohsinn Wyhlen haben der Kooperationsvereinbarung mit einer Enthaltung zugestimmt.

Auch Fritz Gerbel zeigte sich im Rückblick überrascht und erfreut, wie gut es bisher mit der Singgemeinschaft gelaufen sei. Mit Blick auf das volle Programm im Jahr 2015 appellierte er an die Sänger, regelmäßig zur Singstunde zu kommen.

Bürgermeister Tobias Benz dankte dem Gesangverein Frohsinn für die geleistete Arbeit und hob dabei auch die Gründung der Singgemeinschaft hervor. Eine schöne Überraschung sei für ihn die musikalische Mitwirkung bei seiner Wahl und Vereidigung gewesen. Er erinnerte auch an weitere Veranstaltungen, bei der die Singgemeinschaft mitgewirkt hat. Er sprach von einem "Aushängeschild für die Gemeinde", und bezeichnete die Entscheidung des Zusammenschlusses als mutigen Schritt. Gleichzeitig könnten beide Vereine weiter ihre Tradition pflegen. Mit der Singgemeinschaft hätten die beiden Chöre in Grenzach-Wyhlen eine "Vorreiterrolle" übernommen, so Benz.

Oberbadisches Volksblatt

Jahreshauptversammlung 14.01.2015

Badische Zeitung 15.01.2015

Männerchor Grenzach wird 175 Jahre alt
Fritz Gerbel übernimmt noch einmal den Vorsitz

Mit unverändertem Vorstandsteam geht der Männerchor Grenzach in sein Jubiläumsjahr. Bei den Wahlen bei der Jahreshauptversammlung wurden Vorsitzender Fritz Gerbel wie auch seine weiteren Vorstandsmitglieder für zwei Jahre wiedergewählt.

Der Vorstand des Männerchors besteht aus dem ersten Schriftführer Heinz Vogt (von links), Kassierer Roland Denzer, dem ersten Vorsitzenden Fritz Gerbel, seinem Stellvertreter Thomas Herkommer und dem zweiten Schriftführer Friedhelm Schirrmeister.                                                                                                         Foto: Albert Greiner

GRENZACH-WYHLEN. Mit unverändertem Vorstandsteam geht der Männerchor Grenzach in sein Jubiläumsjahr. Bei den Wahlen bei der Jahreshauptversammlung wurden Vorsitzender Fritz Gerbel wie auch seine weiteren Vorstandsmitglieder für zwei Jahre wiedergewählt. Seit 40 Jahren steht Fritz Gerbel an der Vereinsspitze und es fiel ihm nicht leicht, sich nochmals zur Verfügung zu stellen. Ausschlaggebend hierfür waren das in diesem Jahr mit mehreren Veranstaltungen anstehende Jubiläum zum 175-jährigen Bestehen des Vereins, wie auch die Bildung der Singgemeinschaft mit dem Gesangverein Frohsinn Wyhlen.

2014 war ein entscheidendes Jahr für den Fortbestand des Vereins, nachdem in den Jahren 2011 bis 2013 mehr als zehn Sänger ausgefallen waren. Es wurde die Idee einer Singgemeinschaft aufgegriffen, was allen aktiven Sängern positiven Widerhall fand. Inzwischen existiert die Singgemeinschaft knapp ein Jahr und die beiden Chöre haben sich erfolgreich zusammengerauft.

Fritz Gerbel betonte, dass damit das Problem der Überalterung nicht gelöst ist, insebsondere da 2014 erneut von sechs Sängern wegen Todes oder Wegzugs Abschied genommen werden musste. Deshalb sei nach wie vor wichtig, weitere Sangesfreunde im mittleren Alter zu gewinnen.

Auch Dirigent Martin Grzelak bezeichnete das Experiment als gelungen und bescheinigte den Sängern eine beeindruckende gesangliche Leistung. Die probeweise im Februar 2014 vereinbarte Singgemeinschaft wird nach dem Willen der Grenzacher Sänger auch weiter bestehen. Sie stimmten bei der Mitgliederversammlung einstimmig der hierzu ausgearbeiteten Kooperationsvereinbarung zwischen den beiden Chören zu, die nun nur noch das Votum der Wyhlener Sänger bedarf, das an deren Mitgliederversammlung am 29. Januar ebenfalls eindeutig sein dürfte, zumal deren Vorsitzender Horst Happle sich für den Gesangverein Frohsinn Wyhlen schon dazu positiv äußerte.

Mitglieder: 184 (159 Passive, 25 Aktive) Wiederwahlen (zwei Jahre): erster Vorsitzender Fritz Gerbel, Kassierer Roland Denzer, Schriftführer Heinz Vogt, Aktivbeisitzer Kurt Neininger, Hans-Peter Hornung, Manfred Muser und Hans Fischer (neu), Passivbeisitzer Erhard Hafner und Horst Happle, Pressewart Albert Greiner, Material- und Notenwart Heinz Silfang
Ehrung für Probenbesuch: Hans Grell, Reinhard Günther, Erhard Hafner, Roland Herlan, Fritz Herzog, Kurt Neininger, Heinz Silfang, Hans Fischer, Fritz Gerbel, Klaus Hafner, Hans-Peter Hornung, Wilfried Scheller und Heinz Vogt
Probenbesuch 81,7 % Stimmen: 1. Tenor 86,5 %, 2. Tenor 93,6 %, 1. Bass 78,2 % und 2. Bass 77,6 %.
In seinem Jahresrückblick verwies Fritz Gerbel auf 39 Chorproben und 25 Anlässe, wobei er sich beim Probenbesuch durch seine Sänger noch eine Verbesserung erhofft, ist er doch von 86,6 auf 81,7 Prozent zurückgegangen.

Der Männerchor Grenzach im 175. Jubiläumsjahr

Badische Zeitung 03.01.2015

Der Bajazzo erklingt sicher auch

2015 ist großes Jubiläumsjahr für den Männerchor Grenzach, der sein 175-jähriges Bestehen mit aufwändigem Programm feiert.


Erhard Hafner (links) und Fritz Gerbel mit der Fahne des Männerchors. Diese enthält einen alten Wappenentwurf mit Hexagramm (Weinzeichen) und Rebmesser. Foto: ZeitzeugenGW

GRENZACH-WYHLEN. Der Männerchor Grenzach 1840 feiert in diesem Jahr als ältester Verein der Gemeinde sein 175-jähriges Besehen. Für dieses denkwürdige Jubiläum hat man sich zwar einiges vorgenommen, möchte aufgrund der gesunkenen Mitgliederzahlen aber auch nicht im all zu großen Rahmen feiern, wie der Vorsitzende der Sänger, Fritz Gerbel, auf Nachfrage informierte.

Unklares Gründungsjahr
Als der Männerchor im 18. Jahrhundert gegründet wurde, war Grenzach noch ein kleines Bauerndorf, in dem damals um die 800 Einwohner lebten. Wie bei vielen Vereinen aus dieser Zeit, lässt sich auch beim Männerchor das genaue Gründungsdatum nicht mehr feststellen. Im Jahr 1929 hat man daher in einer Versammlung entschieden, das Jahr 1840 als Gründungsjahr zu übernehmen. Grundlage hierfür waren die Aussagen eines Zeitzeugen, der von einer alte Fahne berichtete, auf der das Jahr 1840 vermerkt war. Inzwischen geht man aber davon aus, dass der Verein bereits viel früher bestanden haben dürfte.

Bewegte Vergangenheit
Friedlich scheint es damals bei den Grenzacher Sängern nicht immer zugegangen zu sein: Die Chronik des Vereins berichtet jedenfalls von mehreren Unterbrechungen und einer Aufspaltung des Vereins, mit anschließender Wiedervereinigung. Gründe für die damaligen Querelen sind aber leider nicht überliefert.
Im 19. Jahrhundert begann dann in Grenzach durch die Ansiedlung der Industrie der wirtschaftliche Aufschwung. Hiervon profitierte auch der Chor, und die Mitgliederzahlen stiegen und das Vereinsleben nahm an Umfang zu.

Durch die Wirren der Kriege
Die positive Entwicklung des Chors fand dann jedoch mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges und der Mobilmachung ein abruptes Ende. Doch die daheimgebliebenen Sänger schlossen sich in den Kriegsjahren mit dem Kirchenchor zu einem so genannten Kriegschor zusammen. Gleich nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Vereinstätigkeit wieder aufgenommen. 1945 galten alle Vereine als aufgelöst und mussten sich neu gründen. So auch der Männerchor Grenzach. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erlebte der Verein 1950 einen der Höhepunkte in der bisherigen Vereinsgeschichte. In diesem Jahr feierte der Männerchor Grenzach sein 110-jähriges Bestehen, nachdem die Jubiläumsfeier zum 100-jährigen wegen des Krieges ausgefallen war.

Sinkende Zahlen
Die Verbreitung des Fernsehers und neue Freizeittrends machten dem Chor zu schaffen. Die Mitgliederzahlen sanken kontinuierlich. 1990 hatte der Chor noch stolze 60 Sänger. Das Jahr 2013 brachte den Männerchor aber in eine schwierige Phase. Mehrere Sänger fielen krankheitsbedingt aus und konnten nicht ersetzt werden. "Wenn man sechs erste Tenöre verliert, kann das den Tod eines Männerchors bedeuten", erklärt Fritz Gerbel. In dieser schwierigen Situation sprang der Gesangverein Frohsinn Wyhlen zur Seite und half bei Konzerten mit Sängern aus. Auch wenn in beiden Chören zuerst Ressentiments bestanden, die Vereine zusammenzulegen, wurde die Kooperation und das freundschaftliche Band fester. Im Februar 2014 gründeten beide Chöre ihre Singgemeinschaft. "Inzwischen haben wir festgestellt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben", sagt Gerbel. Der Chor hat so wieder eine vernünftige Stärke. 22 Grenzacher und 28 Wyhlener ergeben einen hörenswerten Klangkörper. Beide Vereine bleiben aber rechtlich selbstständige Einheiten.

Feiern
175 Jahre, das ist ein guter Grund zum Feiern, auch wenn Gerbel meint, dass das Durchschnittsalter von etwa 70 Jahren keine großen Feiern mehr wie vor 50 Jahren zulassen würde. Schaut man sich das Jahresprogramm an, ist das aber doch sehr imposant. Zunächst wird die Singgemeinschaft mit ihrem Dirigenten Martin Grzelak den Neujahrsempfang der Gemeinde musikalisch gestalten. Die Jubiläumsfeier beginnt am 20. März mit einem Festakt und am 21. März mit einem Freundschaftssingen, an dem 12 bis 14 Chöre und Musikvereine mit insgesamt "sicherlich 300" Sängerinnen, Sängern und Musikern teilnehmen werden. Weiter sind mehrere Konzerte geplant, etwa mit dem Chor Coro Versilia aus der Partnergemeinde Pietrasanta, oder dem befreundeten Shantychor Bremerhaven.

Kontakt: Jederzeit freut sich die Singgemeinschaft über neue Männerstimmen jeglichen Alters. Wer Interesse hat kann sich wenden an Fritz Gerbel, Tel.  07624/6372, oder Horst Happle, Tel.  07624/9898 819.

Jahresfeier Frohsinn Wyhlen 13.12.2014

Badische Zeitung 15.12.2014

Herrscher über mehr als 40 Stimmen

Singgemeinschaft und weitere Gäste beim Jahreskonzert des Gesangvereins Frohsinn in der Hochrheinhalle in Wyhlen.

Die Singgemeinschaft unter der Leitung von Martin Grzelak, begleitet von Florian Metz am Flügel, begeisterte die Zuhörer bei der Jahresfeier des Gesangvereins Frohsinn Wyhlen. Foto: Martina Weber-Kroker

GRENZACH-WYHLEN. Ein buntes, abwechslungsreiches Programm mit vielen Mitwirkenden bot der Gesangverein Frohsinn Wyhlen bei der Jahresfeier anlässlich seines 170-jährigen Bestehens. Vorsitzender Horst Happle begrüßte zahlreiche Besucher in der weihnachtlich geschmückten Hochrheinhalle zu dieser Jubiläumsveranstaltung mit der Singgemeinschaft, dem Frauenchor Grenzach-Wyhlen, dem Akkordeonorchester Grenzach sowie zwei Schweizer Gastchören.

Die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen mit dem Gesangverein Frohsinn Wyhlen und dem Männerchor Grenzach eröffnete unter der Leitung von Martin Grzelak das Programm feierlich mit den Liedern "Die Ehre Gottes" und "Lobt und preiset".

Der Frauchenchor Grenzach-Wyhlen (Leitung: Ludwig Streit) erfreute die Zuhörer mit "Einladung zum Gesang" und "Der Widerhall". Viel Beifall gab es für das Lied "Es war so schön mit Dir", begleitet von Florian Metz am Flügel.

Besonders freute sich Vorsitzender Happle über die Mitwirkung des Grenzacher Akkordeonorchesters bei dieser Jubiläumsveranstaltung. Unter der Leitung von Tanja Rauschenberger faszinierte das Orchester mit Stücken wie La forca del Destino, dem Slawischen Tanz Nr. 8 von Dvorak, "The Magnificent Seven, Balkan Dance und Petersburger Schlittenfahrt. Für Stimmung sorgte das Akkordeonorchester auch mit Swisska, wobei das Publikum zum Mitsingen von "´s Vogellisi" eingeladen war. Nach anhaltendem Beifall gab es noch eine Zugabe.


Gleich zwei Männerchöre aus der Schweiz sorgten ebenfalls für bunte Unterhaltung. Der Männerchor Zeiningen ließ Heimatlieder und Montana de Fuego erklingen. Ebenfalls mit Heimatliedern in Mundart sowie einem Jodellied und Seemannsliedern begeisterte der Männerchor Maisprach, der als Zugabe "Weihnachtsglocken" sang . Mit schwungvollen Melodien, wie dem Entertainer Rag von Otto Groll, erfreute die Singgemeinschaft, mit Florian Metz am Klavier, noch einmal die Zuhörer, bevor alle Männerchöre zum Abschluss gemeinsam "Die Rose" sowie "La Montanara" sangen.
Vorsitzender Happle danke allen Mitwirkenden und machte darauf aufmerksam, dass vor fast einem Jahr die Singgemeinschaft mit dem Männerchor Grenzach gegründet wurde. Man trat schon mehrmals gemeinsam auf. Nun erlebte das Publikum den ersten gemeinsamen Auftritt bei einer Jahresfeier. "Ich hoffe, es wird nicht der letzte sein", erklärte Happle und verwies darauf, dass es eine "Umstellung für alle war und noch immer ist".

Er dankte allen Sängern für ihren Einsatz und zeigte sich erfreut darüber, dass alles gut gelaufen ist. Besonders bedankte er sich bei Dirigent Martin Grzelak, der vor langer Zeit einmal mit 28 Sängern angefangen habe und mittlerweile mit mehr als 40 Sängern zurecht kommen müsse. Fritz Gerbel, Vorsitzender des Männerchores Grenzach, meinte zur Gründung der Singgemeinschaft, dass dies die richtige Entscheidung gewesen sei, was von den Zuhörern mit großem Beifall bestätigt wurde. Er hoffe, so erklärte er, dass man auch das 175-jährige Jubiläum des Männerchores Grenzach im nächsten Jahr gemeinsam als Singgemeinschaft feiern kann.

Mit dem Lied "Oh Happy Day", begleitet von Florian Metz am Flügel (und Baritonsolo) sowie begeistertem Beifall klang die Veranstaltung schließlich aus. Zur Jahresfeier wurden auch langjährige Mitglieder geehrt.

Altennachmittag Grenzach 20.11.2014

Badische Zeitung 22.11.2014

Beide Chöre begeistern gemeinsam

Beim Altennachmittag singen die Sänger der Männerchöre Grenzach und Wyhlen.

Mit einem herausragenden Konzert begeisterte die Singgemeinschaft aus Männerchor Grenzach und Gesangvereins Frohsinn Wyhlen. Foto: Albert Greiner

GRENZACH-WYHLEN. Mit einer bunten Zusammenstellung bekannter Melodien erfreute die Singgemeinschaft der beiden Männerchöre von Grenzach-Wyhlen, der Männerchor Grenzach und der Gesangverein Wyhlen, die Senioren beim Altennachmittag im Haus der Begegnung. Da erklangen Lieder über die Heimat, den Wein und die See, vortrefflich und mit großem gesanglichen Volumen vorgetragen. Zu hören war unter anderem "Heilig Heimatland", "Wenn die wilden Rosen blühen", "Seemann, deine Heimat ist das Meer", "Rosen, rot, rot sind die Rosen" und viele andere mehr.

Der gelungene Vortrag, der mit großer Begeisterung und viel Applaus aufgenommen wurde, zeigte, wie gut sich die beiden Chöre unter ihrem Dirigenten Martin Grzelak zusammengefunden haben und dass der Zusammenschluss die richtige Entscheidung für den Männergesang in der Doppelgemeinde war.

Ihren stimmungsvollen Programmteil beendeten die Chöre mit dem Badnerlied, zu dem überraschend Sängerinnen des Mittwochschörli einen neuen Vers über Grenzach-Wyhlen erklingen ließen. Es ging für Sänger dann auch nicht ohne Zugabe, die sie mit dem "Jörg-Lutz-Abschiedslied", dem "Bajazzo", auch gerne gaben. Hier hatten die Mittwochs-Chörler ebenfalls eine weitere Strophe parat.

Mit einem kleinen Präsent bedankte sich die Leiterin des Altennachmittags, Brigitta Hess, beim Dirigenten Martin Grzelak und dem Vorsitzenden des Gesangvereins Frohsinn, Horst Happle. Ihr Dank galt auch dem Handwerker- und Gewerbeverein, der für den gemütlichen Kaffee-Nachmittag die Kuchen spendiert hatte.

Klosterhofsingen 05.07.2014

Badische Zeitung 07.07.2014

Viele singen auf dem Klosterhof mit

Bei der Himmelspforte in Wyhlen gab es drei Jubiläen auf einmal zu feiern.

Die Singgemeinschaft unter Leitung von Martin Grzelak Foto: Weber-Kroker

GRENZACH-WYHLEN. 170-jähriges Bestehen feiert der Gesangverein Frohsinn Wyhlen in diesem Jahr. Unter diesem Motto stand auch das Klosterhofsingen, das am Samstagnachmittag stattfand. In der Himmelspforte standen am Wochenende noch weitere Jubiläen auf dem Programm: Das 400-jährige Bestehen der Wallfahrtskirche "Maria im Buchs", das am Sonntag mit dem Patrozinium gefeiert wurde, und das 100-jährige Bestehen des Gebäudes des einstigen Exerzitienhauses und heutigen Seniorenheims Himmelspforte (wir berichten noch).

Zum Klosterhofsingen konnte Frohsinn-Vorsitzender Horst Happle zahlreiche Besucher begrüßen. Er zeigte sich sehr erfreut über die große Resonanz und meinte mit Blick auf die 170 Jahre Gesangverein Frohsinn: "Es gibt nicht mehr viele Vereine, die so lange bestehen".

Paul Kuhn, Geschäftsführer der Himmelspforte, hieß die Besucher willkommen. Er blickte auf das Jahr 1900 mit der Gründung der Pension Himmelspforte und den Kauf der Klostergebäude (ohne Wallfahrtskirche) zurück. 1914 wurde das Exerzitienhaus eröffnet.

Mit Blick auf das Jubiläum würdigte Kuhn das langjährige Engagement des Gesangvereins und hob vor allem das Klosterhofsingen hervor, das in dieser Form schon seit 18 Jahren besteht. Die Idee dazu hatte Happle.

Die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen mit dem Gesangverein Frohsinn Wyhlen und dem Männerchor Grenzach eröffnete unter Leitung von Martin Grzelak mit den Liedern "Rot sind die Rosen", "Durchs Wiesental" und "Aus der Traube in die Tonne".

Danach folgte ein buntes Unterhaltungsprogramm, für das es viel Beifall gab. So erfreute der Frauenchor unter Leitung von Ludwig Streit mit "Loreley" und "Bajazzo" die Zuhörer. Für den Chorgründer, Franz Mutter, der kürzlich seinen 90. Geburtstag feierte, sang der Frauenchor das Lied "Zauber der Musik".

Der Gesangverein "Eintracht" 1881 Herten sorgte mit einigen Liedbeiträgen, dirigiert von Monika Preis, für Unterhaltung, bevor die Caribbean Steelband Herten übernahm.

Weiter ging es mit "Gospeltrain" von der Evangelischen Kirchengemeinde Wyhlen unter Leitung von Florian Metz. Der Chor begeisterte mit Liedern wie "All over the world" oder "Good news".

Zum Abschluss trat noch einmal die Singgemeinschaft Grenzach-Wyhlen auf und ließ die Veranstaltung mit "Heilig Heimatland", "Ein lustig Leben" sowie "Freundschaft" ausklingen.

Kirchenkonzert St. Georg Wyhlen 01.06.2014

Badische Zeitung vom Montag, 03. Juni 2013
Viele engagieren sich für die Kirche

Das große Kirchenkonzert mit allen Wyhlener Chören zugunsten der Renovierung der Pfarrkirche St. Georg ist glänzend besucht.


Das große Kirchenkonzert mit über 150 Mitwirkenden in der Pfarrkirche St. Georg fand einen sehr großen Anklang. Foto: Martina Weber-Kroker

GRENZACH-WYHLEN. Das große Kirchenkonzert am Sonntagabend in der katholischen Kirche St. Georg, Wyhlen, mit allen Chören aus Wyhlen, fand einen sehr guten Anklang und war ein voller Erfolg. Die Besucher in der voll besetzten Kirche waren begeistert. Auf dem abwechslungsreichen Programm stand Geistliche Chormusik aus vier Jahrhunderten.

Pfarrer Uwe Schrempp zeigte sich in seiner Begrüßungsansprache mit Blick auf die vielen Zuhörer sowie Mitwirkenden sehr erfreut über den regen Zuspruch und freute sich, dass sich viele Generationen bei diesem Anlass für die Pfarrkirche St. Georg engagieren. Rund 150 Mitwirkende im Alter von 12 bis 92 Jahren machten mit. Das Kirchenkonzert zugunsten der geplanten Kirchenrenovierung wurde von der Pfarrgemeinde St. Georg auf die Initiative des Gesangvereins Frohsinn Wyhlen hin veranstaltet, der auch für die Organisation zuständig war.

Mit einer Festlichen Ouvertüre eröffneten Musiker des Musikvereins Wyhlen das Konzert. Der Gesangverein Frohsinn Wyhlen setzte das Programm als Singgemeinschaft mit dem Männerchor Grenzach unter der Leitung von Martin Grzelak mit Liedern wie "Die Ehre Gottes" von Ludwig van Beethoven und "Vater Unser" von Gotthilf Fischer fort. Unter der Leitung von Matthias Reif und mit Orgelbegleitung durch Elisabeth Mattes sang der Kirchenchor St. Georg Wyhlen die Lieder "Lobe den Herrn, meine Seele", "Panis Angelicus" (Cesar Franck) und "Jauchzt vor dem Herrn". Danach erfreute auch der Frauenchor Grenzach-Wyhlen unter der Leitung von Ludwig Streit die vielen Zuhörer mit mehreren Liedbeiträgen.

Anschließend begeisterten die Gospelchöre der evangelischen Kirchengemeinde Wyhlen "Gospeltrain" und "Voices" unter der Leitung von Florian Metz (Klavier) mit einem abwechslungsreichen Repertoire, angefangen von "There’s a meetin’ here tonight" über "Shine your light" bis hin zu "Sabbath-Gebet" (Jerry Bock) und "This little light of mine". Der Liturgische Singkreis der evangelischen Kirchengemeinde Wyhlen, ebenfalls unter der Leitung von Florian Metz (Orgel) beeindruckte mit "Rejoyce in the Lord always" von George Rathbone. Nach einem Beitrag von Martin Grzelak an der Orgel stand zum Abschluss des Kirchenkonzertes der Auftritt des großen Projektchores unter der Leitung von Florian Metz auf dem Programm.

Rund 60 Sängerinnen und Sängern aus allen Chören hatten sich seit März auf diesen besonderen Anlass vorbereitet. Dargeboten wurde ein bunt gemischtes Programm von Johann Sebastian Bach (Wohl mir, dass ich Jesum habe), über Wolfgang Amadeus Mozart (Ave Verum) bis hin zu "Bleib bei mir Herr, der Abend" (Wiliam Henry Monk) und einem Irischen Segenswunsch. Mit dem Schlusslied "Nun danket alle Gott", bei dem auch die Zuhörer zum Mitsingen eingeladen waren, sowie einem lang anhaltenden Beifall ging das Konzert, das teilweise auch von einem Blechbläserquintett und Pauken vom Musikverein Wyhlen begleitet wurde, zu Ende.

Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Maria Deschler dankte allen Mitwirkenden sowie Eberhard Oberfell vom Gesangverein Frohsinn Wyhlen für die Organisation. Mit einem gemütlichen Beisammensein auf dem Kirchplatz bei einem Apéro klang die Veranstaltung aus. Dazu eingeladen hatte der Bauförderverein St. Georg.

Hauptversammlung 15.01.2014

Badische Zeitung 18.01.2014

Die Herren wollen gemeinsam singen

Männerchor Grenzach streckt die Fühler nach Wyhlen aus.

Aus voller Brust sangen die Männer der Männerchöre Grenzach und Wyhlen beim Auftritt des Shanty-Chors aus Bremerhaven mit. Foto: Petra Wunderle

Fritz Herzog (links) und Fritz Gerbel ließen keine Probe sausen. Foto: Albert Greiner

GRENZACH-WYHLEN. Im kommenden Jahr wird der älteste Verein der Doppelgemeinde, der Männerchor Grenzach, 175 Jahre alt. Dieses Jubiläum soll nach den Ausführungen des Vorsitzenden Fritz Gerbel bei der Mitgliederversammlung Mitte des Jahres 2015 in einem würdigen Rahmen gefeiert werden. Doch für den Männerchor Grenzach ist dies keine leichte Aufgabe, geht es doch derzeit ums Überleben. Eine Gemeinschaft mit Frohsinn Wyhlen könnte rettend sein.

Mitgliederzahl sinkt
Neben den noch zu planenden Jubiläumsfeierlichkeiten steht bereits fest, dass die Herbsttagung des Obermarkgräfler Sängerbundes in Grenzach stattfinden wird. Auch der Coro Versilia aus Pietrasanta hat seine Teilnahme bekundet. Für den Männerchor eine gewaltige Herausforderung, ist die Mitgliederzahl des Vereins in den letzten 20 Jahren doch um 74 Aktive und Passive zurückgegangen. Mit nur 24 Aktiven besteht derzeit vor allem in der Stimmlage Tenor große Besorgnis.

Trotz intensiver Werbung kam im zurückliegenden Jahr mit Fritz Herzog nur ein neuer Sänger hinzu. Durch den Tod von Dirigent Alejandro Prieto im Juli 2013, der den Chor seit 2009 geleitet hatte, ist der Männerchor derzeit auch ohne Dirigent. Dies alles hat den Vorstand veranlasst, sich mit dem Zusammengehen mit dem Gesangverein Frohsinn zu befassen.


Die mögliche Lösung
Wie ein Zusammengehen aussehen könnte, stellte Kassierer Roland Denzer vor. Vorgesehen sei, mit dem Gesangverein Frohsinn eine Singgemeinschaft zu bilden, wobei beide Chöre als selbständige Vereine in allen ihren kulturellen Belangen und Eigenständigkeiten bestehen bleiben sollen. Proben und Auftritte würde man gemeinsam bestreiten. Dazu bedürfe es natürlich noch einiger Gespräche, wie auch schriftlicher Vereinbarungen. Ob die Singgemeinschaft zustande kommt, wird sich frühestens bei der Mitgliederversammlung der Wyhlener Sänger am 30. Januar entscheiden, wo das geplante Konzept ebenfalls vorgestellt wird. Die Sänger beider Vereine sollen ihr Einverständnis geben. Der Appell von Fritz Gerbel, dem Vorsitzenden der Grenzacher Herren, war, dass alle Aktiven das Mehrheitsvotum akzeptieren und weiter mitsingen.

Neue Sänger gesucht
Auch wenn nach einer Zusammenlegung der Aktivenkreis mit 55 Sängern ansprechend sein wird, ist dies keine Garantie für die Zukunft. Nach wie vor ist die Überalterung groß und nach wie vor braucht es neue, jüngere Sänger. "Hier können nur alle gemeinsam durch Mund-zu-Mund-Werbung mitwirken", so das Anliegen von Fritz Gerbel. Doch er ist optimistisch, dass mit einer Singgemeinschaft das Überleben beider Männerchöre möglich sei: "Die Hoffnung stirbt zuletzt."

Viel Gesang in 2013
Trotz der derzeit angespannten Vereinssituation zog Gerbel einen positiven Rückblick über ein erfolgreiches Jahr, das seinen musikalischen Höhepunkt mit dem Shanty-Chor aus Bremerhaven sowie mit der Jahresfeier mit dem Gesangverein Egringen hatte. Dank der Unterstützung von fünf Sängern des Gesangvereins Frohsinn sowie auch des Ehrenchorleiters Rolf Haas konnten alle musikalischen Anlässe gut gemeistert werden. Es waren nahezu 100 Termine, die der Vorsitzende Revue passieren ließ. Dazu zählten 45 Chorproben, zahlreiche Sitzungen, Auftritte und Arbeitseinsätze bei Hocks oder Besuche bei befreundeten Vereinen. Die Mitwirkung beim SlowUp, gemeinsam mit dem Gesangverein Frohsinn und dem Frauenchor war recht erfolgreich. Allen gefiel die Sängerreise nach Würzburg.

Guter Probenbesuch
Mit einem 100-prozentigen Probenbesuch gab Neusänger Fritz Herzog einen positiven Einstand. Ebenfalls alle Chorproben besuchte auch der Vorsitzende Fritz Gerbel. Beide erhielten ein kleines Präsent. Den obligatorischen mit Wein gefüllten Römer gab es für weitere 15 Sänger für ihre Probenteilnahme. Bei den Stimmen konnte der zweite Tenor mit 91,6 Prozent den besten Probenbesuch aufweisen.

Die Kasse stimmt
Einen ebenfalls positiven Schlussstrich unter das Vereinsjahr zog Kassierer Roland Denzer, wofür er sowie die gesamte Vorstandschaft durch den als Tagespräsidenten fungierenden Passiven Horst Happle (gleichzeitig Vorsitzender des Frohsinns Wyhlen) entlastet wurde.

Mit einem Weinpräsent bedankte er sich auch bei bei Horst Happle, der an 30 von 49 Proben in Grenzach dabei war.

Wahlen: Zweiter Vorsitzender Thomas Herkommer, zweiter Schriftführer Friedhelm Schirrmeister, zweiter Kassierer Christoph Bayha.

Auszeichnung Probenbesuch: Fritz Herzog, Fritz Gerbel, Reinhard Günther, Elmar Kircher, Erhard Hafner, Roland Herlan, Kurt Neininger, Heinz Silfang, Roland Denzer, Johann Fischer, Klaus Hafner, Hans-Peter Hornung, Hermann Spathelf, Siegfried Börner, Walter Martin, Kurt Mehlin, Heinz Vogt und Horst Happle.

Termine: 1. Mai Maibummel ,1. Juni Kirchenkonzert des GV Frohsinn, 5. Juli Klosterhofsingen des GV Frohsinn, 18. Juli Sommerhock, 21. September Slow-up.

Konzert mit Shanty-Chor Bremerhaven 01.06.2013

Badische Zeitung vom Montag, 03. Juni 2013
Nordseelieder setzen heitere Note

Gemeinschaftskonzert der Männerchöre mit den Shantys aus Bremerhaven begeistert das Publikum / Gegenbesuch geplant.


Da ist Bewegung im Chor: Die Shanty-Sänger aus Bremerhaven zeigen ihr Können im Haus der Begegnung. Foto: Petra Wunderle 


Heinz Engelhardt (links) ernannte Fritz Gerbel zum „Ehren-Shanty“ (Bild links). Aus voller Brust sangen die Männerchöre Grenzach und Wyhlen (Bild rechts). Foto: Petra Wunderle    

GRENZACH-WYHLEN. Einen gelungenen Abend erlebten die Besucher beim Gemeinschaftskonzert der Männerchöre Grenzach und Frohsinn Wyhlen und dem Shanty-Chor aus Bremerhaven. Sogar auf der Empore hatten es sich die Gäste im Haus der Begegnung gemütlich gemacht. Ein Gegenbesuch der Männerchöre in Bremerhaven ist bereits geplant. Fritz Gerbel, Vorsitzender des Männerchores Grenzach, wurden zum "Ehren-Shanty" ernannt.

Ihr Konzertabend war einmal mehr Beleg dafür, dass die Grenzacher und die Wyhlener Sänger, unter Leitung von Martin Grzelak, keine kulturellen Grenzen kennen. Sie demonstrierten dabei sowohl ihre Freundschaft und die mit dem Shanty-Chor aus Bremerhaven. Der Auftritt der aus Fernsehen und Rundfunk bekannten Shantys wurde viel bestaunt und beklatscht.

Gerbel freute sich, dass dieses Kooperations-Konzert bei so vielen Besuchern auf Interesse gestoßen war, und hob besonders Initiator Heinz Engelhardt, früher Sänger in Grenzach und jetzt Sangesbruder in Bremerhaven, hervor: "Heinz, das war eine tolle Idee, dafür herzlichen Dank". Engelhardt indes erklärte: "Ich wusste, als ich nach Bremerhaven zog, dass ich mich dem Shanty-Chor anschließen werde". Er überraschte Gerbel mit einem Elb-Segler (Mütze), rotem Schal und der Ernennung zum "Ehren-Shanty". Worauf Fritz Gerbel gerührt versprach: "Die Fahrkarten hab ich schon, unser ganzer Chor kommt nach Bremerhaven".

Von einer "glücklichen Fügung" sprach Munin Brust, Chorleiter des Shanty-Chores: "Einer ging von Grenzach weg, wir fingen ihn ein". Die Zuhörer erlebten bestens aufgelegte Sänger und eine unbeschwerte Reise über die Meere.

Die Männerchöre aus Grenzach und Wyhlen eröffneten das Konzert und überzeugten als geschlossenes Ensemble. Mit dem größten Teil ihres Repertoires schlossen sie sich der Seemannsfahrt ihrer Gäste aus dem hohen Norden an. Und als sie "Seemann, deine Heimat ist das Meer" anstimmten, kamen die ersten lauten Bravo-Rufe aus dem Publikum. Viktor Kuhn brillierte als Solist bei "De Hamburger Veermaster".

Badische Zeitung vom Samstag, 12. Januar 2013
Fritz Gerbel rüttelt seine Sänger wach

Der Männerchor Grenzach mobilisiert drei Jahre vor seinem 175-jährigen Bestehen alle Kräfte.

Trio an der Spitze des Männerchores (von links): Roland Denzer, Fritz Gerbel und Heinz Vogt Foto: Heinz Vollmar

GRENZACH-WYHLEN. Der Männerchor Grenzach – Jahrgang 1840 – ist der älteste Verein der Doppelgemeinde. Wenn in einem solchen exzellenten Verein immer mehr Sänger fehlen, die Mitgliederzahlen schrumpfen und immer weniger Zugänge zu verzeichnen sind, dann tut das weh, was auch bei der Hauptversammlung des Chores am Mittwoch immer spürbar war.

Vorsitzender Fritz Gerbel machte einerseits auf diese schwerwiegende Problematik aufmerksam ("bei den Tenören fehlen die Sänger"), rief aber andererseits auch dazu auf, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern drei Jahre vor dem großen Jubiläum (175 Jahre) noch einmal alles zu mobilisieren, um an neue Sänger zu gelangen. Wörtlich sagte der Vorsitzende: "Bei uns müssen diesbezüglich die Glocken läuten und es muss etwas geschehen." In diesem Zusammenhang verwies er auf einen durchschnittlichen Probenbesuch von 87 Prozent. Dies sei Beweis genug, dass das Klima im Chor absolut akzeptabel sei, auch für Neusänger.

In seinem Bericht ging Fritz Gerbel auf ein sehr abwechslungsreiches Jahr 2012 ein, ein Jahr, das geprägt gewesen ist von der Mitwirkung des Chores an zahlreichen Veranstaltungen in der Gemeinde und auswärts. Zu den musikalischen Höhepunkten zählte er das Gemeinschaftskonzert der Prieto-Chöre in Riehen sowie die Jahresfeier des Männerchores unter der Leitung von Alejandro Prieto. In Bezug auf die geselligen Highlights erinnerte Fritz Gerbel an den Sommer und den Abschlusshock und an den Mai und den Herbstbummel. Als erfolgreich bezeichnete er die Mitwirkung des Chores am Slow-up gemeinsam mit dem Gesangverein Frohsinn Wyhlen und dem Frauenchor.

Mit einem Gutschein wurden bei der Hauptversammlung Hans Grell, Kurt Neininger und Fritz Gerbel für lückenlosen Probenbesuch geehrt. Den besten Probenbesuch verzeichnete der erste Tenor mit 92,5 Prozent.

Auf die gute Zusammenarbeit zwischen dem Gesangverein Frohsinn Wyhlen und dem Männerchor verwies bei der Versammlung Horst Happle, Vorsitzender des Gesangvereins Frohsinn Wyhlen. Er sagte unter anderem, man habe zwar das Thema "Fusion" der Chöre zu den Akten gelegt, man unterstütze sich jedoch gegenseitig in vielerlei Hinsicht auf hervorragende Weise und man helfe einander.

Mit einem fast theatralischen Abschlusswort beendete Fritz Gerbel die Versammlung, als er noch einmal auf den Mitglieder- und Sängerschwund einging. Wörtlich rief er seinen Sängerkameraden zu: "Das große Weinen bringt nichts, wir müssen nach vorne blicken und ….vor allem zämme schwätze und mehr uf d’Lüt zuegoh." Für das laufende Jahr plant der Männerchor einen viertägigen Ausflug, außerdem soll geprüft werden, inwieweit man am Quempassingen in der Weihnachtszeit mitwirken kann. Überlegungen dazu hatte es schon einmal gegeben.

Wahlen: Fritz Gerbel zum Vorsitzenden, Roland Denzer zum Kassierer und Heinz Vogt zum Schriftführer. Zu Passivbeisitzern wurden Erhard Hafner und Horst Happle gewählt. Zu Aktivbeisitzern, Hans Grell, Kurt Neininger, Hanspeter Hornung und Manfred Muser. Zu Materialwarten wurden Hans Grell und Heinz Silfang bestellt.

Mitglieder: 196

Kontakt: Fritz Gerbel,  07624/6372
 

 

Badische Zeitung vom Dienstag, 13. November 2012

Die Chöre unterstützen sich gegenseitig

Jahresfeier des Männerchores Grenzach mit Gästen.

GRENZACH-WYHLEN (alg). Einen begeisternden Auftritt boten die Sänger des Männerchors Grenzach sowie die Sänger des Männerchors Pratteln-Augst-Muttenz unter Leitung ihrer Dirigenten Alejandro Pietro und Livius Lipovan. Die Veranstaltung litt allerdings unter dem mäßigen Besuch, was die Veranstalter der nasskalten Witterung zuschrieben.

Mit "Freundschaft" von Jakob Ehrensberger eröffnete der Gastgeber den gesanglichen Anlass. Ein besonderer gesanglicher Leckerbissen waren die Lieddarbietungen "Die Rose von Trakee" von Friedrich W Open sowie "herrlicher Baikal" von Otto Groll, in dem Viktor Kuhn hervorragend den Solopart meisterte. Der Schweizer Gast, die Männerchörler mit 20 Sängern aus Pratteln-Augst-Muttenz trugen ebenfalls so brillant ihren gesanglichen Beitrag vor. Neben dem französischem Lied "Le vieux Chalet" von Josef Bovet, brachten sie das Weinland (Robert Pracht) und "Aus der Traube" von Theobald Kerner zu Gehör. Herrlich konnte man als Zuhörer nachverfolgen, was von der Traube bis zum getrunkenen Wein und dem dadurch bewirkten fröhlichen Gesang geschieht.

Wer sagt, dass Rockmusik nur etwas für Junge ist? Die gestandenen Männer auf der Bühne bewiesen mit ihrem englischen Song, dass dies nicht stimmt, und hatten da ihren glanzvollen Abschluss ihres mit großem Beifall aufgenommenen Repertoires.

Auch der Männerchor Grenzach bot einen gelungenen Chorabschluss. Aus der "Fiesta Brasiliana" erklangen bekannte Melodien wie "Guantanamera", der Höhepunkt aber war der "Fliegermarsch" aus der Operette "Der fliegende Rittmeister". Dieser fand so großen Anklang, dass der Gastchor aus der Schweiz und der Männerchor Grenzach zu einem großen Finale gemeinsam nochmals diese Melodie anklingen ließen und für einen mit großem Applaus bedachten Abschluss sorgten.

Für das gelungene, mit vielen neuen Melodien ausgestattete Programm überreichte Vorsitzender Fritz Gerbel dem Dirigenten Alejandro Prieto ein kleines Präsent. Blumen gab es für Eveline Vinh-Marinelli, die am Klavier begleitete. Der Kreis der Sänger, an diesem Abend standen 30 auf der Bühne, wird immer kleiner und an Jahren älter. Sicherlich wäre ein Zusammengehen, wie es der Männerchor Pratteln-Augst-Muttenz, gemacht hat, mit den Wyhlener Frohsinnsängern möglich. Doch dann, so Gerbel, hören viele der älteren Sänger auf und der gemeinsame Chor wäre nicht stärker. So lassen bereits sieben Vereine im Obermarkgräfler Chorverband das Singen wegen zu geringer Resonanz ruhen. Vermisst wird insbesondere die Altersgruppe zwischen 40 und 60. Um die derzeit im Tenor bestehende Unterbesetzung aufzufangen, unterstützten sich die Grenzacher und Wyhlener Sänger gegenseitig bei Auftritten, so wirkten bei der Jahresfeier drei Sänger vom Frohsinn Wyhlen mit.

Ehrungen: Silberne Ehrennadel für 30-jährige Mitgliedschaft für Benno Braun, Pietro Cosentino und Kurt Keck; Weinpräsent und Urkunde für 50 Jahre: Margreth Mehlin, Theo Dietrich, Ernst Herzog und Kurt Lüdin. Goldene Vereinsnadel für 60 Jahre Erhard Kiefer.

 

Badische Zeitung vom Samstag, 14.01.2012
Ältester Verein braucht Verjüngung

Männerchor fehlen Sänger.

GRENZACH-WYHLEN. Der älteste Verein in Grenzach, der Männerchor, wird von Jahr zu Jahr kleiner: Erneut hat sich durch Tod und durch Erkrankung der Mitgliederbestand verringert. So sind derzeit nur noch 33 Aktive und 170 Passive in der Mitgliederkartei.

Der Vorsitzende, Fritz Gerbel, der schon seit Jahren den Rückgang mit sorgenvoller Miene verfolgt, stehen die Zeichen für den Fortbestand auf "rot". Es wäre für ihn ein Schreckensszenario, wenn er als Vorsitzender den Verein mangels Mitglieder auflösen müsste. Noch ist es nicht so weit, wie der Rückblick auf das gut verlaufene zurückliegende Jahr zeigte. Doch in den einzelnen Stimmen wird die Besetzung immer geringer. Entsprechend der guten Zusammenarbeit mit dem Gesangverein Frohsinn Wyhlen, der ebenfalls vor diesen Problemen steht, konnte man sich bei einzelnen Anlässen durch Gastsänger verstärken. "Doch eine Lösung ist das nicht", so Gerbel bei der Mitgliederversammlung. So erging erneut sein Appell an alle Mitglieder, intensiv Bekannte und Freunde anzusprechen und für den Gesang zu werben.

Dass neben dem wöchentlichen Proben und den gesanglichen Anlässen es auch sehr gemütlich im Chor ist, bekunden diese, die im zurückliegenden Jahr ihren Höhepunkt mit dem fünftägigen Aufenthalt in Pietrasanta und dem Konzert mit dem Coro Versilia und dem Domchor hatten.Guten Zuspruch fand auch die Jahresfeier unter Mitwirkung des Gesangvereins Eintracht Binzen. Insgesamt fanden 43 Chorproben statt, die mit 87 Prozent auch einen guten Zuspruch fanden. Wein gab es für die auswärts wohnenden Sängerkollegen Hanspeter Lippert, Viktor Kuhn sowie Dirigent Alejandro Prieto.

Entsprechend dem rollierenden System gab es Wahlen: Nach 20 Jahren gab Albert Lahmann sein Amt als Materialverwalter an Hans Grell ab, der nunmehr zusammen mit Bodo Eggeling für den Bestand verantwortlich ist.

Auf Melodien in A-cappella will Dirigent Alejandro Prieto künftig sein besonderes Augenmerk legen, was für neue Sänger sicherlich auch attraktiv sein dürfte. Die erste Chorprobe findet am Mittwoch, 18. Januar, 19.30 Uhr, im Proberaum (Altbau Bärenfelsschule) statt.

Wahlen: zweiter Vorsitzender Thomas Herkommer (wiedergewählt), 2. Schriftführer Friedhelm Schirrmeister (neu für Heinz Engelhardt), zweiter Kassierer Christof Bayha (wiedergewählt), Materialverwalter Hans Grell (neu für Albert Lahmann), Kassenprüfer Kurt Neininger und Hans Fischer

Auszeichnungen: Hans Grell, Albert Lahmann, Kurt Neininger und Werner Stöcklin für lückenlosen Probenbesuch; zweiter Tenor erhält Pokal der Stimmen.

 

Badische Zeitung vom Mittwoch, 16.11.2011
Viel Ehre für die Sänger

Gerbel beklagt, dass Verstärkung für den Männerchor fehlt

Die anwesenden Geehrten (von links): Hanspeter Lippert, Heinz Engelhardt, Roland Denzer, Siegfried Grether, Siegbert Keller, Johann Fischer sowie Vorsitzender Fritz Gerbel Foto: Albert Greiner

GRENZACH-WYHLEN. Bei seiner Jahresfeier ehrte der Männerchor Grenzach langjährige Mitglieder. Diese Ehrungen nahm der Vorsitzende des Vereins, Fritz Gerbel, auch zum Anlass, kritisch auf den derzeitigen Stand im Chorgesang einzugehen. Immer älter und immer kleiner werde der Kreis der Aktiven. Trotz intensiver Werbung konnte keine Verstärkung verzeichnet werden. Auch beim Dachverband, der an der Jahresfeier ebenfalls vertreten war, ist der Rückgang deutlich spürbar. Gerbel appellierte, einmal bei einem Probenabend "reinzuschnuppern".

Wie angenehm es im Sängerkreis ist, bekunden auch die kameradschaftlichen Aktionen. So sei der mehrtägige Aufenthalt in Pietrasanta ein besonderes Beispiel der Harmonie gewesen. Diese zeige sich auch in der langjährigen aktiven Sängertreue, die Gerbel an diesem Abend auszeichnen konnte. Für 20-jähriges aktiven Singen ernannte er Roland Denzer, Heinz Engelhardt und Hanspeter Lippert zu Ehrenmitgliedern und überreichte ihnen die silberne Ehrennadel. Für 40-jährige aktive Treue zeichnete er Johann Fischer mit der goldenen Ehrennadel aus. Auch zwei Passive wurden bedacht. Siegfried Grether (40 Jahre) und Siegbert Keller (50 Jahre) erhielten Ehrenurkunden.


Den weiteren, nicht anwesenden Jubilaren, wird die Ehrung ausgehändigt. Auch für den Dirigenten Alejandro Prieto gab es eine Anerkennung. Für seinen enormen Einsatz überreichte ihm Gerbel ein Bild des Chores. Blumen gab es für die Harfen-Solistin Heidi Schubiger sowie für Eveline Vinh-Martinelli, die beide Chöre am Klavier begleitete. Ein Weinpräsent erhielten auch die zur Verstärkung im Chor mitwirkenden Sänger vom Frohsinn Wyhlen Horst Happle, Eberhard Oberfell und Rolf Philipp. Dieses durfte auch der Vorsitzende des Gesangvereins Eintracht Binzen Rolf Itzin entgegennehmen. Einen Blumenstrauß erhielt Gaby Dolabdjian für die Organisation und als Dolmetscherin des Pietrasanta-Aufenthalts.

Weitere Ehrungen: 30-jährige Mitgliedschaft (silberne Vereinsnadel): Hans Demacker, Heinz Hofmann, Ingo Honold. Waldemar Kern, Dieter Oertlin und Nikolaus Scheid. 40-jährige Mitgliedschaft: Martha Reinhardt; für 50-jährige Mitgliedschaft werden noch ausgezeichnet: Hanspeter Blubacher, Eugen Kettner und Heinz Martin.

 

Badische Zeitung vom Dienstag, 15.11.2011
Männerchor schlägt mit Spirituals auch neue Wege ein

Jahresfeier des Männerchors Grenzach mit Verstärkung durch den Gesangverein Eintracht aus Binzen / Rund 300 Gäste begeistert

Gesanglich gut durch den Dirigenten eingestimmt, begeisterte der Männerchor Grenzach. Foto: Albert Greiner

GRENZACH-WYHLEN. Zu seiner Jahresfeier hatte der Männerchor Grenzach seinen Mitgliedern und den Sangesfreunden einen besonderen Melodienstrauß versprochen und sich in intensiven Proben darauf vorbereitet. Diese haben sich gelohnt, denn mit über 300 Personen fand der Abend einen sehr großen Anklang.

Dabei hat Dirigent Alejandro Prieto es seinen Sängern nicht leicht gemacht und das Liederrepertoire mit neuem Gesangsgut bereichert. Mit "Lobet den Herrn der Welt" von Henry Purcell eröffnete mit einem feierlichen Lied der Gastgeber den Melodienreigen. Feierlich blieb es auch beim gemeinsamen Vortrag zusammen mit dem Gastchor Gesangverein Eintracht aus Binzen, der ebenfalls von Alejandro Prieto dirigiert wird.

Das Lied "Herr, deine Güte reicht so weit" von August E. Grell wurde eindrucksvoll von der Ehefrau des Dirigenten, Heidi Schubiger, auf der Harfe begleitet. Sie bot auch im weiteren Verlauf des Abends als Solistin mit "Lucia di Lammermoor" von Gaetano Donizetti und "Polonaise" von Margret Hochberg an dem seltenen und nicht leicht zu spielenden Instrument eine hervorragende Leistung.

Erstmals mit einem Spiritual überraschte der Männerchor Grenzach die Gäste, was mit großem Beifall aufgenommen wurde. Dabei hatte in "My Lord, what a morning" von Otto Groll Viktor Kuhn einen hervorragenden Solopart. Bekannte Melodien aus der Operette "Die Fledermaus" von Johann Strauss wurden ebenso stimmungsvoll dargeboten, wie Melodien von Otto Groll mit "Südseezauber" und "Freunde, lasst uns singen".

Schön anzuhören und beeindruckend ist es auch, wenn ein Lied, wie "Marmor, Stein und Eisen bricht" von Christian Bruhn erklingt, da kann man als Zuhörer mitsingen und ein "Gebet für das Vaterland" von Christoph Schnyder ist in der heutigen Zeit besonders wirkungsnah.

Im zweiten Teil stand dann der Gastchor, der Gesangverein Eintracht Binzen auf der Bühne. Auch sie hatten abwechslungsreiches Liedgut parat. Man merkte da die Hand des gleichen Dirigenten. Mit "Freundschaft" von Jakob Ehrensberger, "Riporta a me" von Helmut Löffler eröffneten sie ihren Melodienreigen. Hervorragend interpretierten sie das "Dalmatische Fischerlied" von Robert Pappert und schlossen ihren Auftritt mit "Feurige Herzen, roter Wein" von Otto Groll ab. Und da hatten sie auch bereits die Herzen der Zuhörer mit dem darin enthaltenen Solopart erobert.

Doch der Höhepunkt lag in der Zugabe. "Kein Mensch ist ohne Handy" war natürlich ein wirklichkeitsnahes Lied, das alle im Saal ansprach. Nochmals gemeinsam beschlossen beide Chöre mit "Das Morgenrot" von Robert Pracht und "Sängergruß an den Wald" von Paul Gabriel den wirklich genussreichen Abend, wobei in der Zugabe nochmals gemeinsam mit "Lobt den Herrn der Welt" den Abend stimmungsvoll und besinnlich ausklingen ließen. In diesen waren auch Ehrungen langjähriger aktiver und passiver Mitglieder eingebunden, über die wir gesondert berichten werden.

Dank sprach abschließend Vorsitzender Fritz Gerbel nicht nur allen Sängern, sondern auch den vielen Helfern aus. So bedankte er sich bei der Narrenzunft Grenzach, die für das leibliche Wohl sorgte, wie auch dem Team, das für die gut bestückte Tombola, die manchen Besucher mit einem schönen Gewinn überraschte, verantwortlich war.

 

Badische Zeitung vom Mittwoch, 12.10.2011
Männerchor fünf Tage lang als Botschafter in Italien

Höhepunkt der Reise in die Partnerstadt Pietrasanta war das Domkonzert mit insgesamt drei Chören / 57 Mitreisende dabei.

Der Männerchor beim Domkonzert Foto: Privat

GRENZACH-WYHLEN (BZ). Am Donnerstag, 29. September, machten sich 57 Personen auf den Weg in Grenzach-Wyhlens Partnerstadt Pietrasanta. Schon am Freitag besuchte man dort die Provinzhauptstadt Livorno, wo ein Fremdenführer half, die Stadt zu erkunden.

Am Abend folgte der erste Höhepunkt der Reise, der Besuch bei den Freunden des Coro Versilia in Capezzano Monte. Neben dem typischen Abendessen wurde gesungen und sich unterhalten, wobei Gaby Dolabdjian auch schon einmal als Übersetzerin fungierte. Lino Viviani, der Vorsitzende und Dirigent des Coro Versilia, freute sich, dass die Freundschaft zwischen den Chören durch diesen Besuch fortgesetzt wird. Fritz Gerbel überreichte als Männerchor-Vorsitzender ein Bild des Chores als Gastgeschenk. In seiner Ansprache dankte er den Freunden aus Capezzano Monte für den liebevollen Empfang. Gerbel betonte die Freundschaft, die sich in den nun mehr als 20 Jahren entwickelt und gefestigt hat.

Am Samstag stand der Besuch von Lucca auf dem Programm. Lucca liegt etwa 20 Kilometer nordöstlich von Pisa. Die großen Plätze, die romanischen Kirchen und die mittelalterlichen Türme zeugen heute noch von der einstigen Bedeutung dieser Stadt. Am Nachmittag war eine kleine Delegation mit Fritz Gerbel an der Spitze auf dem Friedhof von Pietrasanta an den Grabnischen von Giuseppe Vagli, der zehn Jahre lang Komiteevorsitzender war, und von Lino Vivianis Frau Fulvia. Beide sind im vergangenen November verstorben. Anschließend, auf dem Friedhof von Capezzano Monte, besuchte man im Beisein der Familie das Grab von Bruno Lane dem ehemaligen Vorsitzenden des Coro Versilia.


Am Abend fand das Konzert im Dom zu Pietrasanta statt. Vor einem begeisterten Publikum, das den Dom bis auf den letzten Platz füllte, konnte der Hausherr und Vorsitzende des Domchores, Monsignore Don Stefano D’Atri, die drei Chöre, Coro Versilia unter der Leitung von Lino Viviani, Schola Cantorum S. Martino unter der Leitung von Susanna Altemura sowie den Männerchor Grenzach unter der Leitung von Alejandro Prieto, begrüßen. Grußworte sprachen auch Fritz Gerbel und Lino Viviani sowie Luca Mori, der Vizebürgermeister von Pietrasanta.

Der Männerchor Grenzach begeisterte unter anderem mit "Unsere Welt braucht den Frieden", dem Spiritual "My Lord what a Morning" und "Lobet den Herrn der Welt". Auch Alejandro Prieto war begeistert. Als Gastsänger waren Horst Happle und Eberhard Oberfell aus Wyhlen sowie Rainer Buess aus Murg bei dem Konzert dabei.

Am Sonntag folgte eine Reise nach Vernazza, einem wunderschönen Ort in der Cinque Terre. Die Rückreise erfolgte mit dem Schiff. Abends lud Fritz Gerbel Lino Viviani ein, Grenzach-Wyhlen mit dem Coro Versilia bald wieder zu besuchen. Am Montag traten die Sänger die Rückreise an.

 

Badische Zeitung vom Freitag, 14.01.2011
Männerchor braucht neue Stimmen

Grenzacher blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück / Sorgen bereitet nur die personelle Zukunft

GRENZACH-WYHLEN. "2010 war ein gutes Jahr, wir blicken optimistisch in die Zukunft." So beschrieb Fritz Gerbel, Vorsitzender des Männerchors Grenzach, am Mittwoch bei der Hauptversammlung die Stimmung. Wie hoffnungsvoll die Zukunft des im Jahr 1840 gegründeten Vereins aber ist, hängt im Wesentlichen davon ab, ob sie junge und jung gebliebene Herren dazu bewegen lassen, Mitglied und aktiver Sänger zu werden.

In seinem Jahresbericht wies Gerbel darauf hin, dass sich zwar der Mitgliederstand verringert habe, man aber dennoch drei neue Sänger gewann. Ein großes Problem sei das Durchschnittsalter des Chors, betonte Gerbel ausdrücklich: "Ohne neue, jüngere Sänger könnte, allein des Alters wegen, bereits in wenigen Jahren der Chor aufhören zu existieren, wenn sich der Trend fortsetzt." Dies sei bitter, aber jeder Sänger sollte sich mit der Wirklichkeit auseinandersetzen. Daher sollte es eine elementare Aufgabe eines jeden Sängers sein, neue Sänger für den Chor zu gewinnen, so der Appell des Vorsitzenden.

Gerbel zog ansonsten eine sehr erfreuliche Bilanz des vergangenen Jahrs. Besonders positiv habe sich die Zusammenarbeit mit Chorleiter Alejandro Prieto ausgewirkt. Musikalisch habe das 170. Vereinsjahr den Chor insofern gefordert, als dass man an zwei Gemeinschaftskonzerten in Binzen und Pratteln mitgewirkt habe.

Als sehr großen Erfolg bezeichnete er die Jahresfeier des Männerchors. Besonders erfreut zeigte sich Gerbel darüber, dass der durchschnittliche Probenbesuch von 81,7 Prozent auf 86,9 Prozent gestiegen ist. Mit einem Zinnbecher für einen lückenlosen Probenbesuch geehrt wurden Hans Grell, Reinhard Günther, Kurt Neininger, Werner Stöcklin und Chorleiter Alejandro Prieto.

Eine durchweg positive Bilanz zog auch Kassierer Roland Denzer. Als besonders wichtig für die Vereinseinnahmen bezeichnete er den Slow-Up.

Auch Horst Happle, Vorsitzender des Gesangvereins Frohsinn Wyhlen, der die Wahlen leitete, will die Zusammenarbeit am gemeinsamen Stand der Chöre, einschließlich des Frauenchors, gerne fortsetzen.

Sehr kontrovers unter den 40 Anwesenden diskutiert wurde das Thema, wie sie neue Sänger finden könnten. Während die einen für anderes Liedgut plädierten, sprachen sich andere für das Gewinnen junger Chöre, gegebenenfalls Kinder- oder Schulchöre, bei Gemeinschaftsauftritten aus. Man habe diesbezüglich bereits vor Jahren alles probiert, so die bittere Bilanz von Gerbel und Horst Happle. Letzterer zeigte sich sehr enttäuscht über Vertreter der ortsansässigen Schulen, die ihm immer wieder Hoffnungen gemacht hatten, letztendlich jedoch nichts, nur kurzfristig oder wenig passiert sei. Man müsse jetzt wieder bei null anfangen.

Sehr zufrieden mit der Arbeit des Chors ist dessen Leiter Alejandro Prieto. Er sprach sich dafür aus, die Lieder zu 100 Prozent zu lernen, um dann auch bei der Jahresfeier selbst ein sehr gutes musikalisches Erlebnis wahrnehmen zu können. Gleichermaßen wünschte er sich für die Jahresfeier 2011, dass der Männerchor Grenzach mit dem Männerchor aus Binzen gemeinsam auftritt.

Wahl: Fritz Gerbel Vorsitzender, Heinz Vogt Schriftführer, Roland Denzer Kassierer. Bestätigt in ihren Ämtern wurden die bisherigen Aktiv-und Passivbeisitzer sowie die Materialwarte.

Mitglieder: 38 Aktive, Gesamtmitgliederzahl 206.
 

 

Badische Zeitung vom Dienstag, 26.10.2010
Teils schon 60 Jahre dabei

Zwei neue Ehrenmitglieder singen im Männerchor Grenzach mit / Zahlreiche Ehrungen.

GRENZACH-WYHLEN. Anlässlich seiner Jahresfeier ehrte der Männerchor Grenzach am Samstagabend bei seinem hervorragenden Jahreskonzert langjährige Mitglieder.

Für den Vorsitzenden Fritz Gerbel bedeutete die Ehrung, "Danke schön" zu sagen für viele Jahrzehnte, in denen diese Männer dem Verein als Aktiv- oder Passivmitglied treu verbunden sind. Dabei erhielten zwei derzeit noch aktive Sängerkameraden eine besondere Anerkennung: Heinz Silfang und Heinz Vogt wurden für ihre 20-jährige gesangliche Aktivität zu Ehrenmitgliedern ernannt. Ihre Sängertreue wertete Fritz Gerbel als ein Zeichen der guten Kameradschaft innerhalb des Sängerkreises.

Geehrt wurden: Für 30-jährige passive Mitgliedschaft: Wolfgang Baasner und Henning Lindner; für 40-jährige Zugehörigkeit: Wilfried Meyer, Max Pfeifle und Werner Richter; für 50 Jahre: Fritz Herzog, Helmut Hornung und Hariolf Nepple; sowie für 60 Jahre Werner Eckert, Walter Issler und Georg Reinhardt. Soweit die Jubilare nicht anwesend waren, wird ihnen die Ehrenurkunde noch überbracht.

Für die anwesenden Geehrten war sie eine besondere Würdigung, denn bei der Jahresfeier konnte der älteste Verein von Grenzach auch seinen 170. Geburtstag feiern. Für den Vorsitzenden Fritz Gerbel war dies Anlass, auf die gute Harmonie und die Zusammengehörigkeit im Chor hinzuweisen.

Er appellierte an interessierte Sangesfreunde, sich durch einen Probenbesuch davon zu überzeugen. Die Chorproben finden Mittwochs, ab 19.30 Uhr, im Altbau der Bärenfelsschule statt.

 

Badische Zeitung vom Montag, 25.10.2010
Männerchor bedankt sich bei Mitgliedern zum 170. Geburtstag

Bunter Liederreigen zum Konzert mit Gastchor aus dem Elsass im Festsaal des Hauses der Begegnung
Solisten an Harfe und Klavier setzen Akzente.

GRENZACH-WYHLEN. Mit einem auserlesenen Liederprogramm bedankte der Männerchor Grenzach sich bei seinen Mitgliedern und gratulierte sich selbst zum 170. Geburtstag. Bei der Jahresfeier im Festsaal des Hauses der Begegnung feierten das Präsidium des OMS, Doris Ludin und Rudy Grzybek, Bürgermeister Jörg Lutz sowie befreundete Vereine mit.

40 Jahre nach Dirigent Rolf Haas war man auf den Neuen am Dirigentenpult gespannt. Alejandro Prieto stellte sich dieser Herausforderung mit großem Engagement. Das bedeutete für die 37 Sänger enormen Einsatz bei den Proben. Mit seinen Ideen motivierte er sie, zumal er als ausgebildeter Sänger in allen Stimmlagen den Ton angeben kann. Bis zu 90 Prozent Probenbesuch über das Jahr verdeutlichen dies ebenso wie der Melodienreigen zum Konzert. Eröffnet mit "Zauber der Musik" und "Singen ist Leben" herrschte mit dem wohlbekannten "Im schönsten Wiesengrunde" eine fröhliche Atmosphäre. Dass die Sänger perfekt englisch und italienisch singen, bekundeten sie mit "Jacob's Ladder" einem Gospel von Arnold Kempkens sowie "La Pastorella" von Franz Schubert. 

Stimmungsvoll und einfühlsam erklang der Sängergruß an den Wald von Paul Gabriel und "Zauber der Südsee" von Otto Groll. Es war ein Genuss, der vom Jubilar geboten wurde, begleitet an der Harfe durch Heidi Schubiger sowie am Klavier durch Iona Haueter. Beide zeigten mit einem Solo ihre Virtuosität. Alejandro Prieto leitet neben dem Männerchor auch die Chöre in Zeiningen (Schweiz), Binzen und Hésingue (Elsass). Der Choeur d'Hommes Concordia Hésingue war es auch, der im zweiten Teil des Programms das Publikum begeisterte. Neben auf Französisch gesungenen Melodien, unter anderem "Agonie" von Carlo Boller und "A la volonté du peuple" von Claude -Michel Schönberg, erklangen Melodien aus Rigoletti und dem Eröffnungschor von Guiseppe Verdi.

Mit ihren kräftigen Stimmen bezauberten die elf gestandenen Männer die Zuhörer, zumal sie mit der Melodie "Jetzt ist Zeit zur Lustbarkeit" von Johann Strauss und aus "Die lustige Witwe" von Franz Léhar auch ihre Deutschsprachigkeit bewiesen. Da sangen auch die im Saal sitzenden Sänger beim Lied "Ja das Studium der Weiber ist schwer" mit. Mit "Exodus" aus dem gleichnamigen Film von Ernest Goll beendeten sie ihren glanzvollen Auftritt, dem sie auch eine Zugabe anschlossen. Gemeinsam beendeten der Männerchor und die Sänger aus Hésingue mit Harfenbegleitung den Liederabend, und es erklang das "Vilja-Lied" aus "Die lustige Witwe" von Franz Léhar, das nochmals die gute Stabführung ihres gemeinsamen Dirigenten unter Beweis stellte. In der Zugabe gab es das italienische "La Pastorella", das die Männer aufgrund einer Notenspende in ihr Programm aufgenommen hatten. "Es war ab und zu richtig stressig und wir wurden vom Dirigenten oftmals gestriezt", bekundete zum Schluss der Vorsitzende Fritz Gerbel. "Doch es hat uns Spaß gemacht."

Mit Blumen für die Damen für die Instrumentalbegleitung sowie einem Weinpräsent an den Gastchor Hésingue und einem Präsent an den Dirigenten dankte der Vorsitzende – vor allem auch seinen Sängern, den Sängerfrauen für den Blumenschmuck und den Kuchenspenden sowie der Narrenzunft Grenzach für die Bewirtung.

 

Badische Zeitung vom Mittwoch, 07.04.2010
Jahresfeier der Binzener "Eintracht" Elsässer singen sich in Herzen der Zuhörer

Mit einem anspruchsvollen und sehr unterhaltsamen Konzert setzte der Gesangverein "Eintracht" Binzen an seiner Jahresfeier neue Maßstäbe. Bei der Aufführung begeisterten mehr als 100 Sänger, die von ihrem Dirigenten Alejandro Prieto souverän geleitet wurden.
 
Der Höhepunkt: Gemeinsamer Auftritt von mehr als 100 Sängern aus vier Chören. Foto: Norbert Sedlak


Umjubelt: Dirigent Alejandro Prieto Foto: Norbert Sedlak 

Mit einem anspruchsvollen und gleichzeitig sehr unterhaltsamen Konzert setzte der Gesangverein "Eintracht" Binzen an seiner Jahresfeier neue Maßstäbe. Bei der Aufführung begeisterten mehr als 100 Sänger, die von ihrem Dirigenten Alejandro Prieto souverän geleitet wurden. In dem zweistündigen Melodienreigen brillierten besonders die Sänger der "Concordia" aus dem elsässischen Hésingue. Die Elsässer Freunde hatten bereits beim Neujahrsempfang aufhorchen lassen.

Unter dem Motto "Drei Länder – vier Chöre – ein Dirigent" eröffnete der erste Vorsitzende der "Eintracht", Rolf Itzin, den Konzertabend. Gekonnt führte Moderatorin Karin Heppler durch den Abend. Mit viel Wissen erläuterte sie die Musikstücke und informerte sachkundig über die Komponisten. Mit einfühlsamer Flügelbegleitung begleitete Beatrice Wagner das Programm.

Mit weniger bekannten Liedern wie "Flüchtiger als Wind und Welle" von Friedrich Schneider, "Ich halte ihr die Augen zu" von Robert Volkmann und "Singen ist Leben" von Karl-Heinz Weber-Müllenbach eröffneten die Gastgeber den Abend. Kräftig wie der Hammerschlag des Schmiedes wurde "Der Waffenschmied" von Albert Lortzing vorgetragen, die ausgereifte Darbietung war ein erster Höhepunkt. Seinen großen Auftritt hatte Tenorsänger Volker Aenis als Solist von Otto Grolls "Feurige Herzen, roter Wein". Mit dem "Sängergruß an den Wald" von Paul Gabriel bedankten sich die Chormitglieder bei ihrem Publikum und ernteten den verdienten Applaus.

Ein ganz besonderes Schmankerl war der Auftritt des Männerchores Zeiningen. Mit "La Pastorella", das Vico Torriani populär gemacht hat und der "Waldandacht" mit Beatus Widmer als Solist sorgten sie für gute Unterhaltung. Mit dem Potpourri "Zauber der Südsee" und "Freude am Leben" brachten sie Urlaubsstimmung in die Halle.

Mit dem Männerchor Grenzach trat der zahlenmäßig größte Chor mit 35 Sängern auf die Bühne. Mit modernen Liedern wie "Die Rose" von Amanda McBroom, die das Lied auch selbst gesungen hat und "Unsere Welt braucht Frieden" von Manfred Bühler zeigte sich der Chor von seiner besten Seite. Die Tenor- und Bassstimmen harmonierten dabei gut miteinander.

Nach einer kurzen Pause, in der der Gesangverein "Eintracht" zu einem Gläschen Sekt einlud, wurde gewisermaßen "in einer anderen Liga" gesungen. Die zwölf Sänger des "Corale Concordia" Hésingue entführten die Zuhörer in die Welt der Oper und der Operette. Die Tenorstimmen, allen voran Solosänger Gérard Perrotin, ragten mit ihrem kraftvollen, tragenden Ausdruck hervor – jeder Ton füllte die gesamte Gemeindehalle aus. Ob die Sänger, die aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz stammen, "Coro d’ introduzione" aus Guiseppe Verdis Oper "Ernani" oder "Paysan, que ton chant s’ éléve" des Schweizer Komponisten Joseph Bover vortrugen – es kam einem vor, als stünden große Operntenöre leibhaftig auf der Bühne. Ein Highlight war auch das kokett vorgetragene "Ach, die Weiber!" aus "Die Lustige Witwe" von Franz Lehar. Mit Beifallsstürmen forderte das Publikum Zugabe, dem die Hésinguer auch gerne nachkamen.

Ein nachgerade phänomenales Klangerlebnis war das Finale mit mehr als 100 Sängern der vier Chöre gemeinsam auf der Bühne. Dass sie nur zweimal miteinander geprobt hatten, konnte man kaum glauben. Gewaltig klangen die "Motette" sowie der "Chor der Priester" aus Mozarts Zauberflöte. Eine Demonstration an Chorgesang waren in dieser Intensität auch "Die Glocken von Isola Bella". Mit Werner Scharfenbergers "Seemann" klang der rundum gelungene musikalische Abend würdevoll aus. Die Zuhörer ließen ihrer Begeisterung freien Lauf und erklatschten sich zwei Zugaben. Spontan gratulierte das Publikum dem Dirigenten Alejandro Prieto für das gelungene Konzert, das mit Sicherheit zu den besten der Binzener Vereinsgeschichte zählt.  

 

Badische Zeitung vom Mittwoch, 07.04.2010
Männerchor Grenzach wird moderner

Neuer Chorleiter, neue Sänger.

GRENZACH-WYHLEN (alg). Unter dem neuen Dirigenten Alejandro Prieto setzt der Männerchor Grenzach einen neuen Meilenstein. Der gut aufgestellt Chor gibt sich im 170. Vereinsjahr eine neue Note. Nach vier Monaten begeisterter Probenarbeit wagt man sich an neue Chorliteratur. Der erste Vorsitzende, Fritz Gerbel, ist überzeugt, dass dem neuen Zeitalter entsprechend mit den modernen Stücken aus Operette, Musicals und Schlager das Publikum begeistert werden kann. Natürlich wird Altbewährtes nicht über Bord geworfen und der Anspruch auf gute Chormusik bleibt. Jedoch wird das Repertoire durch die neuen Lieder deutlich aufgewertet. Damit wird man dem Wunsch der jüngeren Sänger gerecht.

Und verjüngen konnte sich der Chor. So haben binnen kurzer Zeit vier neue Sänger den Weg zum Männerchor gefunden und sind nun begeistert bei der Sache. Die Chorstärke ist entgegen dem allgemeinen Trend auf 40 Sänger angestiegen und man erhofft sich auch weitere Neuzugänge. Interessierte sind eingeladen unverbindlich zum Schnuppern in die Singstunde zu kommen, die jeweils am Mittwoch von 19.30 bis 21.30 Uhr im Altbau der Bärenfelsschule Grenzach stattfindet. Derzeit bereiten sich die Sänger mit großem Elan und Begeisterung auf das am 17. April in Binzen stattfindende Gemeinschaftskonzert mit den Männerchören aus Binzen, Zeiningen und Hesinque vor. Im Gesamtchor werden dort unter der Leitung ihres gemeinsamen Dirigenten, Alejandro Prieto, mehr als hundert Sänger auf der Bühne stehen und ein stimmgewaltiges Klangerlebnis zum Besten geben.

Mit dem Einstudieren der neuen Lieder wird unmittelbar danach begonnen. Dieser Zeitpunkt ist für neue Sänger ideal, um einzusteigen. Die neuen gefälligen Lieder werden dann zur Jahresfeier im Herbst erstmals aufgeführt werden. Man darf darauf gespannt sein.  
 

 

Badische Zeitung vom Freitag, 12.02.2010
Der Jubilar singt selbst noch mit

Männerchor Grenzach überraschte sein Mitglied Karl Hug mit einem bunten Melodienstrauß.

GRENZACH-WYHLEN (alg). Am späten Mittwochnachmittag bot der Männerchor Grenzach den Senioren und Senioren im Seniorenzentrum Emilienpark einen bunten Melodienstrauß. Für die Heimbewohner ist es eine dankenswerte Abwechslung. Doch durch den derzeitigen Umbau, der die Nutzung des Quellenstüble nicht ermöglicht, war es nicht allen möglich, den ihnen bekannten Melodien zuzuhören.

Doch für einen, Karl Hug, der seit einigen Monaten im Seniorenheim Emilienpark wohnt, bot der Sangesgruß eine besondere Überraschung und er war auch für ihn bestimmt. 70 Jahre ist er Mitglied im Männerchor Grenzach und davon war er 50 Jahre aktiver Sänger. Nachdem er bei der Jahresfeier die für ihn bestimmte Ehrung nicht entgegennehmen konnte, überreichte ihm Vorsitzender Fritz Gerbel Ehrenurkunde und Weinpräsent.

Karl Hug war sichtlich gerührt über den Besuch seiner Sängerkameraden – und sang bei dem gebotenen Melodienreigen natürlich selbst noch stimmkräftig mit.

 

Vom neuen Dirigenten erhofft sich der Männerchor viel

Badische Zeitung vom Dienstag, 19.01.2010
Alejandro Prieto hat schon einiges bewirkt.

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Alejandro Prieto        Foto: Albert Greiner

GRENZACH-WYHLEN (alg). Mit neuem Elan unter dem neuen Dirigenten Alejandro Prieto und dem Wunsch auf neue aktive wie auch passive Mitglieder startet der Männerchor Grenzach in sein neues Vereinsjahr. Die erste Chorprobe findet am Mittwoch, 21. Januar, 19.30 Uhr im Probelokal in der Bärenfelsschule statt. Weiter bereits terminiert ist der Maibummel nach Bettingen, das Klosterhofsingen, die Teilnahme am SlowUp und mehr. Im weiteren will der Chor der Einladung des MC Pratteln zu einem Konzert Folge leisten. Für 2011 steht ein Besuch der Partnerstadt Pietrasanta in der Vorausschau, wie Vorsitzender Fritz Gerbel bei der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung berichtete.

Obwohl sich der Mitgliederbestand geringfügig verringert hat, ist die Anzahl der Sänger gerade noch zufriedenstellend. Aber nun, mit dem Neubeginn unter einem neuen Chorleiter, soll versucht werden, den Chor zu verstärken.

Zurückblickend auf die letzten zwei Monate des Jahres verwies Fritz Gerbel auf einen nahtlosen Übergang auf den neuen Chorleiter, was sich bereits positiv auf den Chor auswirke. Insbesondere seine einfühlsame Art wird von den Sängern begrüßt und auch die Verlegung der Chorprobe von Donnerstag auf Mittwoch konnte problemlos vollzogen werden. Für den Männerchor Grenzach war das Jahr 2009 ein besonderes Jahr. Nach 41 Jahren traf Rolf Haas als Dirigent zurück und so war seine Verabschiedung bei der Jahresfeier, zu der er nochmals ein herausragendes Konzert zusammengestellt hat, auch der Höhepunkt. 39 Chorproben legten die Grundlage für das gute gesangliche Niveau. "Die aktiven Sänger waren im abgelaufenen Jahr sehr treu", hob Fritz Gerbel lobend hervor. Dies verdeutlichte sich bei der Auszeichnung für guten Probenbesuch. Franz Gehweiler, Reinhard Günther, Kurt Neininger und Werner Stölcklin nahmen für vollständigen Probenbesuch einen Zinnbecher entgegen. Im Durchschnitt kamen 31 Sänger zu den Chorproben. Insgesamt lag man damit bei 81,7 Prozent. Die eifrigsten Probenbesucher waren in den einzelnen Stimmlagen der 2. Tenor (91,2 Prozent) vor dem 1. Bass (83,1 Prozent). Danach folgten der 1. Tenor und der zweite Bass. Unter der Leitung von Dirigent Alejandro Prieto wurde die Mitgliederversammlung mit einem Lied eröffnet und beschlossen, der sich ein gemütlicher Hock anschloss.

Wahl: Bei den Teilwahlen gab es keine Veränderung. 2. Vorsitzender Thomas Herkommer, 2. Kassierer Christof Bayha, 2. Schriftführer Heinz Engelhardt  

 

Badische Zeitung vom Samstag, 28. November 2009
Alejandro Prieto ist Dirigent - Neuer Wind beim Männerchor

GRENZACH-WYHLEN. Seit Anfang November ist Alejandro Prieto neuer Dirigent des Männerchor Grenzach, nachdem sich Rolf Haas nach 41 Jahren bei der Jahresfeier zurückzog. Bereits drei Chorproben fanden inzwischen mit dem Neuen statt und es hat sich gezeigt: Er sowie die Sänger sind bereits gut aufeinander eingestellt und haben einen positiven Eindruck gewonnen. Er hat auch bereits am Altennachmittag seinen öffentlichen Auftritt mit dem Chor, bei dem dieser mit bekannten Melodien, etwa auch dem Badnerlied, die Senioren im Festsaal begeistern konnte.

Wie Vorsitzender Fritz Gerbel, beim Pressegespräch bekundete: "Es sind alle geblieben", und so hofft er auch wie der Neue am Dirigentenpult, dass weitere Sänger, insbesondere auch frühere Sänger den Weg in die künftig jeweils am Mittwochabend ab 19.30 Uhr im Probelokal der Bärenfelsschule angesetzten Proben finden.

Noch ist es ein gegenseitiges Beschnuppern. Doch die Sänger und der Dirigent kennen sich, denn er ist in der Region kein Unbekannter. So leitet er auch den Männerchor Binzen und den Männerchor Zeiningen, welcher schon mehrmals beim Jahreskonzert des Gesangvereins Frohsinn Wyhlen aufgetreten ist, sowie den Corale Concordia in Hésinque im benachbarten Elsass. Der 60-jährige, hauptberufliche Musiker und Dirigent, der mit einer Schweizerin verheiratet ist und in Basel wohnt, stammt aus Chile, wo er ein Gesangsstudium absolvierte. Ein Stipendium am College in der USA gab im die weitere Ausbildung zum Opernsänger, Gesangslehrer und Orchesterleiter. Stuttgarter Kammerchor und Orchester sowie Freiburg waren Stationen seiner musikalischen beruflichen Aktivitäten, bevor er im Jahre 2000 in die Region zog.

Seine ersten Kontakte zum Männerchor Grenzach fand er durch die Internetseite des Vereins, die dort einen Dirigenten suchte. Des weiteren wurde er auch vom Obermarkgräfler Sängerbund unter weiteren drei Interessenten vorgeschlagen. Sein besonderes Anliegen ist es, den Männerchor Grenzach nicht nur auf dem guten bestehenden Niveau zu halten, sondern auch der heutigen Zeit entsprechend neues Liedgut einzuüben. Dazu wäre eine personelle Verstärkung wünschenswert und so hofft er, dass sich bei den nächsten Proben bei ihm in Grenzach auch neue Sänger einfinden, die den sehr kameradschaftlichen Kreis verstärken.

 

Bewegender Abschied von Rolf Haas
Badische Zeitung vom Freitag, 26.10.2009

GRENZACH-WYHLEN. Zum letzten Mal stand Dirigent Rolf Haas am Samstag bei der Jahresfeier des Männerchors Grenzach am Dirigentenpult. Nach 41 Jahren sagte er "Auf Wiedersehen" und vor allem "danke" an seine Sänger, die über die vielen Jahre des gemeinsamen Singens treu geblieben sind und seine nicht immer leichten Forderungen an das Liedgut mitgetragen haben.

Sein "Danke" galt insbesondere dem Vorsitzenden Fritz Gerbel, mit dem eine tiefe Freundschaft entstanden ist. Abschiedsworte müssen kurz sein, wie eine Liebeserklärung, so formulierte Dichter Theodor Fontane und so hielt es auch Fritz Gerbel. Bereits im vergangenen Jahr, anlässlich der 4o-jährigen Chorleitertätigkeit, hatte er seine Verdienste gewürdigt. Mit seinen Beitritt als Mitglied hatte Rolf Haas schon frühzeitig seine Verbundenheit zum Ausdruck gebracht, so dass er anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Vereins im Jahre 1990 zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Gerade dieses Jubiläumsjahr hat bewiesen, so Gerbel, dass Rolf Haas sich auch außerhalb der Chorleitertätigkeit mit den Sängern verbunden fühlt. In Erinnerung bleiben die vielen Auftritt, speziell die gemeinsamen Konzerte mit dem Coro Versilia.

Als Präsent zum Abschied erhielt Haas vom Chor einen Gutschein für eine Reise nach Wien sowie einen Gutschein für den zu seiner Gartenbank fehlenden Tisch. Nicht vergessen blieb dabei der Hinweis, dass man an diesem Tisch mit den Sängern auch einmal feiern könnte. Doch das größte Präsent, beim dem Rolf Haas einige Tränen abwischte, war eine großformatige Urkunde, in dem er zum Ehrenchorleiter des Männerchors Grenzach ernannt wurde. Ein besonderes Präsent hatte auch Bürgermeister Jörg Lutz dabei, der im Namen der Gemeinde und des Gemeinderates dem scheidenden Dirigenten Anerkennung aussprach. "Die Ära Rolf Haas war etwas ganz Besonderes", stellte er rückblickend heraus, wovon alle, insbesondere auch die Gemeinde bei vielen Anlässen, profitiert haben. Der gute Ruf des Chors in der Region ist sein Verdienst. Ihn hat er auf ein hohes Niveau gebracht, was auch die Jahresfeier wiederum bewies (wir berichten noch). Mit dem Wappen von Grenzach-Wyhlen würdigte er die Leistungen des Chorleiters.

Für den Patenverein Frohsinn Wyhlen überbrachte deren Vorsitzender Horst Happle die Anerkennung für eine gute Zusammenarbeit, wie etwa das jährliche gemeinsame Klosterhofsingen. Auch Heinz Schwob vom Arbeitermännerchor Pratteln dankte für viele Jahre Zusammenarbeit und erinnerte an Auftritt in der Clara-Kirche und im Haus der Begegnung.

Sichtlich gerührt bedankte sich Rolf Haas für die Ehrungen. Rückblickend auf 41 Jahresfeiern und viele Konzerte, die ein Ausdruck der Verbundenheit mit dem Männerchor sind, bedankte er sich auch beim stets treu gebliebenen Publikum, bei seinen Sängern, die ihm unter Leitung von Vizedirigent Fritz Gerbel mit zwei Abschiedsliedern den letzten Liedergruß boten. Und beim "Ich bin kein Bajazzo" stellte er sich selbst nochmals in die Reihen seiner bisherigen Sängerkameraden.

 

Die Aushilfe ist recht lange geblieben
Badische Zeitung vom Freitag, 23.10.2009

GRENZACH-WYHLEN. 41 Jahre sind eine lange, eine sehr lange Zeit. So lange leitet Rolf Haas schon den Männerchor Grenzach. Da ist es für den engagierten Chorleiter schon "ein eigenartiges Gefühl", wenn er an sein Abschiedskonzert am Samstag, 24. Oktober, um 19.30 Uhr im Haus der Begegnung denkt. Bei dieser Jahresfeier wird der bekannte Rheinfelder Kantor den traditionsreichen Chor zum letzten Mal dirigieren.

Haas erinnert sich noch gut, wie er 1968 zum Männerchor Grenzach kam. "Ich wurde damals angefragt, ob ich ein halbes Jahr aushelfen könnte, und dann habe ich so lange ausgeholfen bis zum heutigen Tag", schmunzelt der 71-jährige leidenschaftliche Kirchenmusiker, der es nun langsam etwas ruhiger angehen will. Als er den Männerchor Grenzach übernahm, war Haas seit fünf Jahren Kantor an der Christuskirche Rheinfelden, wo er insgesamt 27 Jahre wirkte. Es waren die kulturellen Aufbaujahre, in denen Haas viel kirchenmusikalische Pionierarbeit mit seiner Kantorei geleistet hat. In diese Aufbruchzeit fielen auch seine Anfänge bei den Grenzacher Sängern. Nur musste er in diesem Fall keine Aufbauarbeit leisten, sondern konnte mit einem bestens eingeführten und stimmlich geschulten Chor arbeiten.

"Als ich anfing, hatte der Chor über 50 Sänger", erzählt Haas, "mein Vorgänger Claudius Schauffler hat hervorragende Arbeit geleistet". Sehr viele Sänger sind ebenso lange dabei wie Haas, sind mit ihm älter geworden. Der Altersdurchschnitt im Chor, schätzt Haas, liegt nun bei 68 Jahren. Das Problem, jüngere Sänger zum Mitsingen zu motivieren, teilt der Grenzacher Männerchor mit vielen anderen Männerchören. Heute zählt der Chor rund 36 Sänger nicht nur aus Grenzach-Wyhlen, sondern auch aus Lörrach und Herten, "die eine lange und enge Verbindung zum Chor haben". "Ich habe sehr treue Sänger", weiß Haas die große Menschlichkeit innerhalb des Chors zu schätzen. "Da kümmert sich jeder um den anderen". Diese zwischenmenschliche Harmonie schlägt sich auch im Musikalischen nieder. "Wir sind bekannt für unser schönes Klangbild und die gute klangliche Homogenität", sagt Haas. "Mir geht es in erster Linie um den Chorklang, und der muss ausgeglichen sein".

Als besonders herausragend hat Haas das Jubiläumsjahr zum 150-jährigen Bestehen des Männerchors in Erinnerung. "Das war eine großartige Sache", sagt er rückblickend auf die anspruchsvollen Konzertereignisse in diesem Jubiläumsjahr 1990, zu denen ein Kirchenkonzert mit dem Frauenchor Wyhlen gehörte.

1990 begann auch die Chorfreundschaft mit dem Coro Versilia, die im Zuge der Partnerschaft mit Pietrasanta entstand und 2005 mit einer Urkunde besiegelt wurde. "Fünf Mal haben wir im Dom von Pietrasanta gesungen", berichtet Haas mit leuchtenden Augen. Im Gegenzug waren die italienischen Sänger wiederholt zu Gast in der Doppelgemeinde.

Auf das Repertoire angesprochen, das er mit seinen Sängern in diesen 41 Jahren erarbeitet hat, meint Haas: "Von der Literatur her haben wir eine breite Basis von der Klassik über die Romantik bis zu moderneren Stücken wie dem Entertainer-Rag. Natürlich haben wir viel Schubert im Repertoire, da gibt es berauschend schöne Werke. Schubert hat für einen Männerchor die gleiche Bedeutung wie Bach für die Kirchenmusik". Auch eigene Kompositionen von Haas wurden aufgeführt. Für Haas’ Abschiedskonzert als Dirigent hat der Männerchor auch Liebeslieder aus der Romantik und Gesänge von Mendelssohn-Bartholdy einstudiert. Nur die Gospel-Welle hat der Chor nie mitgemacht, ebenso blieben Musical, Oper und Operette ausgespart.

"Man muss schon wissen, was man den Leuten zumuten kann", sagt Haas, dessen Devise bei den Proben und den Konzerten immer war: "Fordern, aber nicht überfordern".  

 

Coro Versilia zu Gast

Badische Zeitung vom Freitag, 15.05.2009
Gesang stärkt die Partnerschaftsbande

Es war ein grandioser Abend: standing Ovations und natürlich eine Zugabe gab es nach dem Auftritt des Coro Versilia im voll besetzten Saal des Hauses der Begegnung.

GRENZACH-WYHLEN. Eingeladen vom Polizeichor in Tübingen, machte der Coro Versilia auch Halt in Grenzach-Wyhlen. Denn wenn man schon einmal in Deutschland wäre, so wolle man auch seinen langjährigen Freunden einen Besuch bei abstatten, so Lino Viviano, der Dirigent des Chores. Kennengelernt hatte man sich vor 19 Jahren, als Grenzach- Wyhlen und Pietrasanta Partnerstädte wurden. Seither besteht eine Freundschaft, 2005 wurde zudem eine Partnerschaft zwischen dem Männerchor Grenzach und dem Coro Versilia begründet. Fritz Gerbel, Vorsitzender des Männerchors, zeigte sich sehr erfreut über den großen Zuspruch. Es sei eine große Freude, den Coro Versilia wieder einmal in Grenzach-Wyhlen begrüßen zu können, betonte Bürgermeister Jörg Lutz.

Mit "Bella Italia" macht der Männerchor Grenzach den Auftakt des musikalischen Reigens beim Freundschaftssingen. Mit weiteren Liedern wie "Unsere Welt träumt vom Frieden" und "Im Rosengarten" setzten das musikalische Programm fort. Mit "Marina", in zwei Versionen, einmal nur gesungen und in zweiter Version von Dirigent Haas am Flügel begleitet beschloss der Chor seinen glanzvollen Auftritt. Ganz dem Wilden Westen aufgemacht hatte sich der Gesangvereinr Frohsinn Wyhlen. Mit musikalischer Begleitung, an der Gitarre Sascha Happle und am Flügel mit Thomas Lustenberger, bot er weitere musikalische Highlights wie "Swannee River", "Take me home country roads" und Golden Western Songs".

Die Auftritte des befreundeten Chores aus Italien bildete ein weiterer musikalischer Höhepunkt des Abends. Er führte die Zuhörer mit "Festival Italiano" auf eine musikalische Reise durch die unterschiedlichen Regionen Italiens. Mit "Sul pajon" und "La rivista dell`armamento", gab es Lieder, die vom Leben und den Träumen im Militärdienst handelten. Auch ein Liebeslied wie "Maranino" und ein wohl ewiger Klassiker, das Wiegenlied "Nina Nana" ergänzten das Programm. Es folgten, "Amici miei" und "Kumbaya" und ein fröhliches mexikanisches Volkslied, "De colores". Die begeisterten Zuhörer verlangten nach einer Zugabe, also klang mit "La Montanara" der Abend aus.


Der Coro Versilia beim Aufritt im Saal des Hauses der Begegnung | Foto: Silvia Eismann

 

Badische Zeitung vom Samstag, 17. Januar 2009
Gesucht – neue Mitglieder

Trotz Rücktrittsgedanken: Fritz Gerbel führt weiterhin den Männerchor Grenzach.

GRENZACH-WYHLEN (alg). Fritz Gerbel bleibt trotz Rückzugsgedanken für weitere zwei Jahre Vorsitzender des Männerchores Grenzach. Bei der Jahreshauptversammlung nannte er eine kontinuierliche Mitgliederwerbung als Schwerpunkt für das neue Vereinsjahr. Mit derzeit 38 Sängern ist der Chor wohl noch gut besetzt, doch das Durchschnittsalter liegt bei über 70 Jahren. Erfreut zeigte sich Gerbel, dass der Coro Versilia aus der italienischen Partnerstadt Pietrasanta an den Hochrhein kommt und am 14. Mai ein Konzert im Haus der Begegnung geben wird. Gerbel verweis darauf, dass der Männerchor auch beim Slow up vertreten sein wird, außerdem gibt es verschiedene Auftritte, für die Dirigent Rolf Haas dem nächst das neue Liedmaterial vorstellen wird.

Haas, der wegen Erkrankung nicht anwesend war, übermittelte den Sängern einen besonderen Dank für ihren exzellenten Auftritt anlässlich des Chorkonzertes zu seinem 40-jährigen Dirigentenjubiläum im Männerchor Grenzach, das Höhepunkt des abgelaufenen Vereinsjahres war. Rückblickend streifte Fritz Gerbel auch das Regiokonzert mit Frauenchor Frohsinn Grenzach-Wyhlen und Gesangverein Frohsinn Wyhlen. Gerade die Zusammenarbeit unter den Chören hat sich gut entwickelt. Sehr positiv wertete den Probenbesuch mit durchschnittlich 86,9 Prozent. Ohne Fehlprobe blieben Kurt Neiniger und Werner Stöcklin, die je einen Zinnbecher erhielten. Mit einem Weinpräsent wurde den auswärts wohnenden Sänger Hanspeter Lippert, Rudolf Staub und Rolf Haas sowie den Materialverwaltern Bodo Eggeling und Albert Lahmenn gedankt. Mit einem guten finanziellen Abschluss zogen Kassierer Roland Denzer sowie sein Stellvertreter Christof Bayha den Schlussstrich unter ein gutes Vereinsjahr. Ihnen, wie dem gesamten Vorstand, wurde Entlastung erteilt, für die Passivmitglied Horst Happle, der auch gleichzeitig den Dank für den Männergesangverein Frohsinn überbrachte, als Wahlleiter fungierte.


Mitglieder: 38 aktive, 218 passiv

Wahlen: Vorsitzender Fritz Gerbel, Kassierer Roland Denzer, Schriftführer Heinz Vogt, Beisitzer aktiv Bernhard Schippmann, Kurt Neininger, Manfred Muser, Hanspeter Hornung, passiv: Erhard Hafner und Horst Happle, Pressewart Albert Greiner, Materialverwalter Albert Lahmann und Bodo Eggeling.